Honig

Wellness mit Honig

Wellness mit Honig

Wellness mit Honig klingt auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig. Der leckere Brotaufstrich soll wirklich dabei helfen, dass wir besser entspannen können und sich unsere Haut weicher anfühlt? Aber so weit ist das nicht hergeholt. Denn Honig ist mehr als nur eine Leckerei.
In dem Artikel “Honig als Heilmittel” bin ich auf die gesundheitlichen Aspekte des Honigs eingegangen. In dem heutigen Artikel soll es darum gehen, wie der Honig dabei helfen kann, dass wir uns besser fühlen.

 

Gesund und schön mit Hilfe von Honig

Gesund und schön ist das, was man landläufig unter dem Begriff Wellness versteht. Der Begriff selbst geht weit zurück. Schon im 17. Jahrhundert findet sich das Wort “wealnesse” in einem Englischen Wörterbuch. Die Bedeutung davon entspricht ungefähr der einer ‘guten Gesundheit’.
Die Bedeutung des Begriffes hat sich im Laufe der Zeit weiter entwickelt. Aus heutigen Gesichtspunkten wird darunter nicht nur die reine körperliche Gesundheit verstanden, sondern es steckt vielmehr ein ganzes Konzept dahinter. Dies bedeutet im Einzelnen, dass es nicht lediglich darum geht, dass dem Körper rein physisch nichts fehlt. Sondern vielmehr darum, dass sich ein gesunder Körper auch in seiner Haut wohlfühlt. Denn häufig kommt es vor, dass aus gesundheitlichen Aspekten mit uns alles in Ordnung ist, wir uns jedoch in unserer Haut nicht so recht wohlfühlen. Diese Leiden kann der Honig nicht lindern, aber uns unterstützen, wieder die Balance zu finden.

 

Honig – Jungbrunnen seit über 200 Jahren

Jetzt fragen Sie sich sicher wie der Honig uns helfen und unterstützen kann, unser Gleichgewicht wieder zu finden. Wenn Sie jetzt davon ausgehen, dies sei ein neumodischer Gedanke, dann liegen Sie falsch. Denn Honig wird schon lange dafür eingesetzt, dass wir uns wieder wohl in unserer Haut fühlen. Bis heute legendär ist das Geheimnis der schönsten Frau Ägyptens. Cleopatra die Siebte, der letzte weibliche Pharao, nutzte den Überlieferungen nach schon vor knapp 2.000 Jahren die Kraft des Honigs um zu entspannen und um ihre sagenhaften Schönheit zu erhalten. Das Rezept war einfach. Ein Bad aus Eselsmilch und Honig.

 

Das Cleopatrabad

Oft rätselt man um das Wissen, das die alten Völker schon vor tausenden von Jahren hatten. So auch bei dem legendären Cleopatrabad. Denn so wie die Anwendung überliefert ist, scheint es genau richtig zu sein.
Denn schon mit dem Wasser fängt es an. Eine Wassertemperatur, die leicht unter 40°C ist, ist gut für unsere Muskeln. Im warmen Wasser können diese sich entspannen. Und das ist ein Fakt, den man nicht unterschätzen sollte. Eine entspannte Muskulatur trägt sehr viel zu unserem Wohlbefinden bei. Wer einen verspannten Nacken hat oder unter Rückenschmerzen wegen einer verkrampften Muskulatur leidet, kann ein Lied davon singen.
Das war jetzt der gesundheitliche Gesichtspunkt an dem Bad. Zum richtigen Wellnessbad wird es aber dann, wenn wir noch einen Wohlfühl-Faktor hinzubekommen. Ein altes Sprichwort sagt zwar, dass die wahre Schönheit von innen kommen würde, aber mal Hand aufs Herz, ein bisschen Nachhelfen schadet doch sicherlich nicht. Und das dachte sich sicherlich auch Cleopatra. Denn nicht zu unrecht wird sie oft auch noch heute als schönste Frau Ägyptens bezeichnet.

 

Milch und Honig für die Schönheit

Für die Schönheit beinhaltet das Bad zwei Produkte. Auf der einen Seite die Eselsmilch. Nun gut, der eine oder andere mag dies nun etwas seltsam finden. Im alten Ägypten mag das eine gängige Milchsorte gewesen sein, aber heute ist diese, zumindest in unseren Breiten, nicht leicht zu bekommen. Das macht aber gar nichts. Heute wird häufig sogar auch Kuhmilch verwendet. Denn der entscheidende Faktor auf den es ankommt, ist das Milchfett. Das ist gut für die Haut, denn es versorgt die Haut Feuchtigkeit. Das soll einen positiven Aspekt gegen eine frühe Faltenbildung haben. So sind auch je nach “Rezept” für das Cleopatrabad auch noch andere Fette, wie zum Beispiel Öle eine Zutat für die Herstellung der des Wellness-Boosters.
Aber wir wären hier ja nicht auf einer Imker- und Honigseite, wenn nicht auch der Honig eine wichtige Rolle bei der altägyptischen Verjüngungskur spielen würde. Denn der Honig tritt hier als Helfer auf. Er unterstützt die hautstraffende Wirkung der Milch. Ganz nebenbei bringt der Honig einen angenehmen Duft in das Bad. Die Wirkung der Aroma-Wellness sollten Sie nicht unterschätzen. Angenehme Düfte helfen beim Entspannen. Sie sorgen dafür, dass wir zur Ruhe kommen und uns auch entspannen können.

 

Zaubern Sie Ihr eigenes Cleopatrabad

Wie ich oben schon geschrieben habe, sind die Rezepte für ein hautstraffendes und entspannendes Cleopatrabad vielfältig. Diese reichen von einem einfachen Bad aus Vollbad dem ein Liter Milch und 200 bis 250 Gramm Honig zugesetzt werden, bis hin zu raffinierten weiteren Rezepten.
Hierbei sollten Sie darauf achten, nicht die fettarme Milch zu verwenden. Denn der Fettgehalt ist es gerade, auf den es ankommt.
Ein etwas weiter verfeinertes Rezept setzt sich aus folgenden Zutaten für ein Vollbad zusammen:

 

  • Ebenfalls ein Liter Vollmilch, Ziegenmilch oder, je nach Vorliebe auch Buttermilch. Wobei die Buttermilch einen weitaus geringeren Fettgehalt hat, als die Voll- oder Ziegenmilch.
  • 200 bis 250 Gramm Bienenhonig.
  • Zirka fünf Tropfen Mandel- oder Lavendelöl.
  • Ein bis zwei Eßlöffel Salz.
  • Wer möchte, kann das ganze noch mit ein bis zwei Eßlöffel Kaiser- oder Hausnatron verfeinern.

Fertig ist das eigene Bad nach Art der Königin Cleopatra.

 

Wellness mit Hoig

Wie wird das Bad hergestellt?

Die Herstellung ist recht einfach, es sollten lediglich ein paar kleine Dinge beachtet werden. Das Salz und das Natron können schon zu Beginn, das heisst beim Einlassen des Wassers mit hinzugegeben werden. Dieses sollte zwischen 36 und 39 Grad warm sein.
Beim Honig empfiehlt es sich, diesen zusammen mit der Milch in einem Topf auf dem Herd zu erwärmen. Aber nicht über die 38 Grand hinaus. Dies hat den Vorteil, dass der Honig schon verflüssigt wird und sich angenehm im Bad auflösen kann. Logischerweise fügt man den verflüssigten Honig dann in das Bad.
Als letztes kommen die Tropfen von dem Öl hinzu.
Die Badezeit eines solchen Bades sollte nicht über 15 bis 20 Minuten dauern. Diese Zeit reicht aus um die Muskeln zu entspannen.
Wer jedoch Kreislaufprobleme hat, sollte vorher abklären, ob ein Vollbad von dieser Länge für ihn geeignet ist. Gegebenenfalls sollt das Bad früher abgebrochen werden.
Wer keine Kreislaufprobleme hat, kann sich überlegen, ob er zu Beginn die Wanne nicht ganz füllt, so dass er dann die Möglichkeit hat, nach zehn Minuten noch einmal warmes Wasser hineinfließen zu lassen.
Damit steht dem Wellness – wie zu Zeiten der alten Ägypter – im eigenen Badezimmer nichts mehr entgegen!

 

Ein perfekter Wellnesstag mit Honig

Eigentlich beginnt der perfekte Wellnesstag schon beim Frühstück. Mit einem Honigbrot oder ein bisschen Honig im Müsli dürften wir die nötige Energie haben um gestärkt in den Tag zu starten. Mit seinem hohen Anteil an Traubenzucker ist Honig hierbei ein exzellenter Energielieferant.
Auch aromatechnisch wirkt sich Honig positiv auf unsere Wohlbefinden aus. Denn mit seinen über 100 Aromastoffen schmeckt uns der Honig nicht nur besonders gut, sondern auch der Geruch kann sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken. Also der perfekte Start in den Tag.

 

Eine Honigmaske für eine zarte Haut

Wer keine Zeit für ein Cleopatrabad hat oder keine Badewanne besitzt, kann die zartmachende Wirkung des Honigs dennoch für seine Haut nutzen. Diese beruht auf dem gleichen Prinzip wie das Cleopatrabad. Eine Grundlage aus Fett sorgt für den feuchtigkeitsspendenden Faktor, der unserer Haut gut tut. Statt der Milch, die unsere Maske sonst zu flüssig machen würde, verwenden wir stattdessen Joghurt. Diesem wird ein Eigelb und ein halber Teelöffel Mandelöl hinzugegeben und alles gut vermengt. Zum Schluss wird leicht erwärmter – nicht über 38 °C – Honig hinzugegeben und alles abschließend gründlich vermengt. Fertig ist die Honigmaske für eine extrem weiche Haut.

 

Pimp your Handcreme

Auf dem Markt gibt es verschiedene neutrale Handcremes. Diese kann man mit einem einfachen Trick pimpen und zum super Feuchtigkeitsspender machen. Geben Sie hierzu einfach auf 10 Gramm Creme einen Teelöffel Honig hinzu. Am besten funktioniert das, wenn der Honig vorher leicht – nicht über 38°C – erwärmt wurde.
Allerdings reagiert jede Haut anders und der Honig in der Creme wird von jedem anders aufgenommen. Auch verbindet sich der Honig mit jeder Creme etwas unterschiedlich. Daher sollten Sie dieses Rezept erst einmal in einer ruhigen Stunde probieren. Nicht dass Sie mit klebrigen Fingern herumlaufen.

 

Honig für die Haare

Wer schön glänzendes Haar haben möchte, kann sich eine Haarspülung selbst herstellen. In einem viertel Liter warmen Wasser wird ein Esslöffel Honig aufgelöst. Das Ganze wird dann wie eine normale Haarspülung angewendet und soll Ihrem Haar einen tollen Glanz verleihen.

 

Honig gegen raue Lippen im Winter

Wer kennt es nicht. Im Winter sind die Lippen oft rau. Ein Tropfen Blütenhonig auf den Lippen verteilt schmeckt nicht nur gut, sondern hilft dabei dass diese sich erholen können und wieder weich werden.

Nehmen Sie sich doch einfach mal wieder die Zeit und tun sich etwas Gutes. Starten Sie mit einem guten Honigbrot in einen Wellnesstag und lassen Sie sich von der Wirkung des Honigs verzaubern.

Kochen mit Honig

Kochen mit Honig – eine Königsdisziplin

Kochen mit Honig könnte man schon fast als eine Königsdisziplin bezeichnen. Denn Honig ist nicht gleich Honig. Deutscher Bienenhonig kann so vielfältig im Geschmack sein. (Lesen Sie hierzu auch den Beitrag “Woher kommt die Farbe des Honigs?”).

 

Je nach Jahreszeit schmeckt der Honig unterschiedlich

Honig schmeckt unterschiedlich je nach Jahreszeit. Eine Frühtracht zum Beispiel, also der erste Honig des Jahres, schmeckt anders als eine Sommer- oder Spättracht. Das rührt daher, dass zu den unterschiedlichen Jahreszeiten, unterschiedliche Pflanzen blühen. Deren Nektar, den die Bienen sammeln, unterscheidet sich im Geschmack, je nach Pflanze. Denn die Pflanze ist fast voll für den Geschmack des Honigs verantwortlich. So reicht das Spektrum vom milden Blütenhonig aus Obstblüten oder der Akazie bis zum kräftigen Wald-, Kastanien- oder Sonnenblumenhonig.

 

Die Natur ist nicht jedes Jahr gleich

Auch die Natur wäre nicht die Natur, wenn Sie jedes Jahr gleich wäre. So wie ein Apfel in einem jeden Jahr ein wenig anders schmeckt, wenn er zum Beispiel einmal viel oder wenig Sonne abbekommt, so schmeckt auch ein Honig in einem jeden neuen Jahr anders. Das ist auch einer der Vorzüge, den Kunden von regionalen Imkern zu schätzen wissen. Dort gibt es keinen Honig der darauf angelegt ist, immer gleich zu schmecken. Das ist die Aufgabe des Supermarkthonigs. Der Imkerhonig soll jedes Jahr anders schmecken. Man soll die Vielfalt der Natur erleben können.

 

Die Raffinesse des Honigs in der Küche

Honig ist ein sehr vielseitiges Lebensmittel. Das Einsatzgebiet in der Küche reicht von bodenständigen Gerichten bis zur sehr feinen Gourmetküche. Egal ob es sich um ein BBQ im Sommer handelt, bei dem das Fleisch mit Honig mariniert wird oder eine Grillsoße die mit Honig zubereitet ist. Egal ob bei der Hokkaido-Kürbissuppe, in der Vinaigrette zum Salat – hervorragend bei Rohkostsalaten -, oder die Buttermöhrchen als Beilage, der Honig ist oft eine wichtige Zutat dieser Gerichte. Aber auch zu Fleisch, Geflügel oder Fisch passt Honig.
Beim Frühstück schmeckt der Honig nicht nur als leckerer Brotaufstrich in purer Form, sondern verleiht auch dem Müsli einen feinen Geschmack.

Kochen mit Honig – eine Königsdisziplin

Welche Honigsorten eignen sich?

Welche Honigsorte sich zu welchem Gericht eignet, hängt sehr stark von den sonstigen Produkten ab, die verwendet werden. Ein Honig, der bei uns in der Gegend um Linkenheim-Hochstetten sehr stark vertreten ist, ist die Scheinakazie, die sogenannte Robinie. Robinienhonig, – oft fälschlicherweise als Akazienhonig bezeichnet – hat einen angenehmen, süßen Geschmack, ist aber dabei sehr mild.
Eine weitere Honigsorte, die nicht aufdringlich schmeckt, dafür dennoch eine fein cremige Konsistenz hat, ist die des Rapses. Rapshonig unterstützt mit seiner zarten Süße die Gerichte ohne dabei zu sehr in Vorschein zu treten und die anderen Produkte geschmacklich zu überdecken.
Soll der Honig deutlicher in den Vorschein treten, empfiehlt sich ein Vielblütenhonig. Dieser ist kräftiger im Geschmack als der Raps- oder Akazienhonig, jedoch ohne allzu aufdringlich zu wirken.

 

Honigsorten mit starkem Aroma

Zu den Honigsorten mit starkem Aroma zählen bei uns, speziell hier bei meiner Imkerei in Hochstetten, hauptsächlich die Linde, die dann im Honig der Spät- oder Sommertracht beinhaltet ist. Der Lindennektar kann ein stark ausgeprägtes Aroma haben. Dies ist nicht von Nachteil, aber man sollte prüfen, ob der Geschmack zum Gericht passt, damit der Honig nicht zu intensiv in den Vordergrund tritt.
Ein ebenfalls sehr intensiv schmeckender Honig ist der, der Kastanie. Der ist oft bei Imkern aus der südlichen Pfalz oder von Wanderimkern in Reinform zu haben. Bei unserer Imkerei ist er oft als Beimischung – auch Beitracht genannt – enthalten. Löwenzahnhonig, der bei uns selten als Reinhonig zu erhalten ist, schmeckt auch kräftig. Weitere intensive Sorten sind der Heidehonig aus dem Norden der Republik, oder Sorten wie zum Beispiel Lavendelhonig aus der Südpfalz oder Frankreich.
Da es jedoch beim Essen, wie sonst nirgendwo auf den Geschmack ankommt, muss hier jeder seine Lieblingssorte finden. Der Kombination sind dann fast keine Grenzen gesetzt.

 

Worauf sollte ich beim Arbeiten mit Honig achten?

Damit der Honig seinen ursprünglichen Geschmack behält, sollte er stets im verschlossenen Glas aufbewahrt werden. Denn der Honig ist hydrophob, das heißt, er zieht das Wasser an. Ist der Honig nicht richtig verschlossen, kann es sein, dass sich auf den Honig ein wässrige Schicht bildet, die dazu führen kann, dass der Honig im Geschmack beeinträchtigt wird oder im schlimmsten Fall verunreinigt wird oder gar gärt.
Was auf der einen Seite ein Nachteil ist, ist auf der anderen Seite ein Vorteil. Denn durch diese Eigenschaft lässt sich Honig sehr gut mit anderen Flüssigkeiten mischen. Egal ob dies Wasser oder Alkohol ist, aber auch mit Butter oder Eiern lässt sich Honig sehr gut vermixen.
Der Honig kann sein Aroma am besten entfalten, wenn er warm ist. Direkt aus dem Kühlschrank fehlt viel an der breiten Geschmackspalette des Honigs. Wer jedoch die wichtigen Inhaltsstoffe des Honigs erhalten möchte, sollte diesen nicht über 38°C erhitzen.

 

Marinaden aus Honig

Gerade zur Grillzeit sind Marinaden mit Honig sehr beliebt. Wer damit arbeitet sollte darauf achten, dass es sein kann, dass der Honig sehr schnell karamelisiert, und danach verbrennt oder zumindest einen bitteren Geschmack abgeben kann. Dies hängt natürlich sehr stark von der Hitze und der Länge der Brat- oder Grillzeit ab. Soll speziell der süße und aromatische Geschmack des Honigs auf dem Gericht zum Vorschein treten, empfiehlt es sich, den Honig erst gegen Ende zuzugeben und zum Beispiel das Grillgut noch einmal am Ende mit der Honigmarinade zu bestreichen.

 

Honig in Getränken

Honig kann man nicht nur aufs Brot schmieren oder zum kochen verwenden, nein auch in Getränken schmeckt Honig gut!
Kommt der Honig in warme Getränke sollte ich darauf achten, dass diese nicht zu heiss sind. Zwar kann der Honig kurzzeitig etwas Temperatur aushalten, ist diese aber zu heiss oder ist der Honig zu lange einer warmen Temperatur ausgesetzt, gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren.
Es empfiehlt sich daher, warme Getränke erst auf eine angenehme Trinktemperatur herunterkühlen zu lassen. Erst dann gibt man den Honig hinzu. Dann sollte das Getränk auch ohne längere Standzeit getrunken werden.

Da die Vielfalt unter den Honigsorten so groß ist, ist auch das Anwendungsspektrum groß. Bei Frucht-, Gemüse- oder Milchmixgetränken kann durch Honig der Geschmack gesteigert werden. Der Honig wirkt dabei als natürlicher Geschmacksverstärker.

In der kalten Jahreszeit kennt man den Grog, ein Getränk mit heißem Wasser und Rum. Diesem kann man durch die Zugabe einer kleinen Menge an Honig – zum Beispiel Waldhonig – eine interessante Note verleihen. Oder haben Sie schon einmal Glühwein statt mit Kandis mit Honig probiert? Eine leckere Alternative!

Wer gerne Tee trinkt und hierbei auf die vielfach künstlich aromatisierten Tees verzichten möchte, kann als natürliche Alternative aus dem Aromaspektrum der Honigwelt zurückgreifen und kleine Mengen von seinem Lieblingshonig dem Tee zufügen.

Zu guter letzt noch ein Geheimtipp. Diesen, für alle die gerne etwas mehr Umdrehungen in ihrem Getränk haben. Es gibt auch ein sehr wohlschmeckendes Honigbier. Lesen Sie hier in meinem Beitrag alles über “Honigbier“.

 

Auch zum Backen kann man Honig verwenden

Neben dem eben schon vorgestellten Anwendungsbereich kann man Honig auch zum Backen verwenden. In mehreren Artikeln habe ich schon geschrieben, dass man den Honig dazu nutzen kann, um den “gewöhnlichen” Zucker zu ersetzen. Dies gilt ganz speziell für Rezepte zum Backen. Aber haben Sie gewusst, dass der Honig rund 30 Prozent süßer schmeckt als raffinierter Zucker? Dies hat zur Konsequenz, dass Sie eigentlich weniger Süßungsmittel einsetzen müssen, um den gleichen Wirkungsgrad zu erhalten.
Eine Ausnahme gibt es hierbei allerdings. Waldhonige schmecken in der Regel weniger süß als die übrigen Honigsorten. Jedoch bietet dieser Honig gerade einen sehr würzigen Geschmack, der manchen Backwaren, zum Beispiel in der Weihnachtszeit, eine besondere Note verleihen kann.

 

Weitere Verwendung von Honig in der Küche

Neben dem verfeinern von Gerichten, Getränken und zum süßen von Backwaren, findet der Honig eine weitere Anwendung in der Küche. So kann man mit Honig Nahrungsmittel wie zum Beispiel Obst haltbar machen. Der Honig dient dann sozusagen als Konservierungsmittel. Was oft durch Kristall- oder Gelierzucker erreicht wird, kann durchaus auch mit Honig erreicht werden.

Dürfen Babys Honig essen?

Obwohl Honig viele gute Eigenschaften und Inhaltsstoffe besitzt, wie ich in dem Post “Honig als Heilmittel” gezeigt habe, sollte man bei Babys und Kleinkinder im ersten Lebensjahr vorsichtig sein.

Darf ein Baby Honig essen?

Bei der Frage, ob ein Baby Honig essen darf, fällt mir eine Redewendung ein, die sagt, dass das Gegenteil von gut nicht schlecht sei, sondern lediglich gut gemeint. Und wie in jeder Redewendung steckt auch hier ein Fünkchen Wahrheit drin.
Gerade junge Eltern wollen für ihren neuen Familienzuwachs nur das Beste. Doch manchmal stellen sich dann Herausforderungen, bei deren Bewältigung, die Hilfe anderer gesucht wird. Und hierbei werden unter Umständen dann Ratschläge in guter Absicht weitergegeben, die zwar für den Moment helfen, sich aber auf andere Art und Weise – zum Teil erst später – negativ auswirken können. So sind zum Beispiel zwei der bekannten Ratschläge den Tee für Kinder mit Honig zu süßen oder sollte das Baby nicht aus der Brust trinken wollen, die Nippel mit Honig einzuschmieren. In der Praxis mag das ganz gut funktionieren und ein Erfolg ist sofort messbar. Durch die Süße des Honigs schmeckt der Tee besser und unter Umständen wird auch die Brust für das Baby interessanter. Dennoch ist davon abzuraten.

 

Darum sollten Babys keinen Honig essen

Auf den ersten Blick denken viele jetzt sicher an das Problem von Karies bei Kleinkindern. Obwohl jedes Baby schon vor der Geburt Milchzähne hat, die im Kieferknochen angelegt sind, ist dies nur ein wichtiges, aber sekundäres Problem. Die Milchzähne schieben sich in der Regel ab dem 8. Monat nach und nach aus dem Kiefer hervor.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass dann bis zu diesem Zeitpunkt der Konsum von Honig unschädlich sei. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Denn das weitaus größere Problem ist nicht dies der Karies, sondern die einer lähmenden Vergiftung der Babys.

 

Clostridium Botulinum, ein lähmendes Gift

Honig ist in der Regel frei von Bakterien und anderen Keimen (Link zum Artikel “Honig als Heilmittel”). Dies gilt jedoch nur für den Honig, vor seiner Verarbeitung, also den Honig der noch im Stock ist. Danach können Bakterien aus der Umwelt in den Honig gelangen. Wenn dies passiert, dann häufig bei dessen Verarbeitung.
Während erwachsene Menschen in der Regel keine Probleme mit kleinen Verunreinigungen haben, kann des bei Babys und Kleinkinder zu Komplikationen kommen. Gefährlich kann der Erreger Clostridium botulinum sein. Dies ist ein Bakterium, dass dann eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen kann. In anderer Form ist der Botulismus häufiger bekannt. In früheren Zeiten, als die Menschen noch selbst Konserven hergestellt haben, zum Beispiel bei der Hausschlachtung, kam es ab und zu vor, dass sich eine Dose aufblähte. Dies kann ein Anzeichen sein, dass sich darin das Bakterium befindet und ein Gift gebildet hat. Früher wusste daher jeder, dass man von solchen Konserven die Finger lassen sollte.
Weniger bekannt dagegen ist der durch diese Bakterien im Honig ausgelöste Säuglingsbotulismus.

 

Säuglingsbotulismus – selbst geringe Mengen sind gefährlich

Bei sogenannten Säuglingsbotulismus verunreinigen Umweltbakterien den Honig. Diese bilden im Honig dann ein Toxin, also ein Gift, welche für den erwachsenen Menschen üblicherweise unschädlich ist, da es in solch geringen Mengen vorkommt. Jedoch bei Babys und kleinen Kindern unter einem Jahr kann das Bakterium schon in geringen Mengen eine paralyse, also eine Lähmung des Darms hervorrufen. Dies Lähmung kann dazu führen, dass der Darm nicht mehr richtig arbeiten und den Kot abtransportieren kann, was dazu führt, dass das Baby eine Verstopfung bekommt. Dadurch, dass sich nun der Kot staut, können sich die Bakterien im Darm sehr schnell vermehren. Das durch die Bakterien produzierte Gift kann dann in das Blut übergehen und sich so im ganzen Körper verteilen.

Dürfen Babies Honig essen?

Was genau macht das Gift Botulinustoxin?

Das Gift wird Botulinustoxin, oder kurz auch Botox genannt. Wer jetzt beim Thema Botox an die Schönheitsoperationen denkt, liegt richtig. In der Schönheitsmedizin wird Botox angewendet, um zum Beispiel ein paar Fältchen zu straffen. Dies funktioniert dadurch, dass das Gift, welches an die Falten gespritzt wird, die Muskeln lähmt oder zumindest aber entspannt. Durch die Lähmung der für die Faltenbildung zuständigen Muskeln strafft sich die Haut wieder.
Was für die Falten ein gewollter Effekt ist, wirkt sich sehr schnell und sehr schlimm aus, wenn das Gift in größeren Mengen in den Blutkreislauf kommt. Dann nämlich kann es zu einer ungewollten Lähmung von Muskeln kommen. Hiervon können dann alle Muskeln betroffen sein. Egal ob bei den Muskeln, die für die Motorik, also die Arme oder Beine, die Mimik, also die Muskeln im Gesicht bis hin zu den Muskeln, die für das Schlucken oder die Atmung zuständig sind, können Lähmungserscheinungen auftreten.
Da Babys sich nicht artikulieren können, ist dies dann besonders gefährlich.

 

Warum kommt eine Botox-Vergiftung durch Honig nur bei Säuglingen vor?

Eine Vergiftung von Säuglingen durch Botox im Honig ist erfreulicherweise sehr selten. Dennoch ist die Frage berechtigt, warum dies hauptsächlich nur Säuglinge betrifft?
Es hat sich gezeigt, dass hauptsächlich Kinder in der ersten Hälfte des ersten Lebensjahres besonders auf das Bakterium reagieren. In diesem Zeitraum ist der Darm der Babys noch relativ ungeschützt und es fällt dem Keim leicht, sich dort anzusiedeln. Warum das bei älteren Kindern und Erwachsenen nicht mehr der Fall ist, konnte nach meinem Kenntnisstand noch nicht vollständig geklärt werden. Es wird aber vermutet, dass die Entwicklung des Darmes dann soweit fortgeschritten ist, dass bei einem gesunden Menschen der Darm sich gegen die Einnistung des Bakteriums sehr gut wehren kann.

 

Ist der Imker schuld an der Verunreinigung?

Die Bakterien, die die Vergiftung auslösen, kommen in der Regel durch eine natürliche Verunreinigung in den Honig. Die Quellen hierfür sind vielfältig. Auch wenn der Honig aufgrund seines Milieus, eigentlich eine “sterile” Umgebung darstellt, können dennoch einzelne Bestandteile verunreinigt sein. So zum Beispiel die Pollen, die sich im Honig befinden. Auch kann die Biene selbst das Bakterium in sich tragen, ohne dass dies auffällt. Ebenso kann der Erreger über die Luft, den Nektar den die Biene sammelt oder über die Erde in den Honig gelangen.
Selbst bei sorgfältiger Arbeit des Imkers kann dies nicht in Gänze verhindert werden.
Beim erwachsenen Menschen ist die Darmflora jedoch soweit entwickelt, dass es in der Regel zu keinerlei Beschwerden kommt. Anders beim Baby, dessen Darmflora sich erst entwickeln muss.

 

Ab wann können Kinder Honig essen

Häufig bekommt man daher als Imker die Frage gestellt, ab wann Kinder Honig essen können? Aus den oben genannten Gesichtspunkten heraus, also in Bezug auf das Botox-Bakterium geht die Literatur davon aus, dass die große Gefahr im ersten halben Lebensjahr liegt. Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, wird empfohlen, innerhalb des ersten Lebensjahres, also innerhalb der ersten 12 Monate, komplett auf die Fütterung von Honig zu verzichten. Egal in welcher Form.

 

Honig als Heilmittel

Das Honig in der Hausmedizin als Heilmittel eingesetzt wird, ist sicher kein Geheimnis. Ob dies nun zur Behandlung einer Erkältung ist, bei der empfohlen wird Tee oder eine Heisse Zitrone mit Honig zu sich zu nehmen oder aber ob Honig zur Wundheilung empfohlen wird. Aber wie sieht es eigentlich nach neuen Erkenntnissen mit der heilenden Wirkung des Honigs aus?

Hat Honig wirklich heilende Wirkung?

Eine der Fragen die man als Imker oft gestellt bekommt ist jene, ob der Honig wirklich heilende Eigenschaften hat. Stimmen die Überlieferungen aus alten Zeiten, in denen die Menschen diverse Leiden mit der Heilkraft des Honigs kuriert haben?
Im Altertum, also schon vor zehntausend Jahren, respektierten die Menschen die Biene, wegen ihres Könnens Honig zu produzieren. Denn der Honig galt als Speise der Götter. Als auserlesene Delikatesse stand er den Menschen lange Zeit als primäre Quelle zum Süssen von Speisen zur Verfügung.

Honigwasser als erster Powerdrink der Olympischen Spiele

Den Zucker, also die Kohlenhydrate die der Honig liefert, sind für den Körper leicht verwertbar. Dies bedeutet, dass unser Organismus den Honig rasch umwandeln und uns so neue Energie bereitstellen kann. Überlieferungen zufolge sollen die Teilnehmer der ersten Olympischen Spiele, also schon 776 Jahre vor Christus, Honigwasser genutzt haben, um ihre Leistungen zu verbessern. Damit dürfte der Honig, der erste Olympische Powerdrink der Geschichte gewesen sein.

Honig, alles nur Zucker?

Ein Fakt, vor dem viele Menschen Angst haben, wenn es um den Konsum von Honig geht, ist der, dass Honig zu 80 Prozent aus Zucker besteht. Aber Zucker ist nicht gleich Zucker.
Ernährungsphysiologisch sind Zucker nichts anderes als Kohlenhydrate. Als solche sind sie schon immer Teil unserer Ernährung und spielen daher eine wichtige Rolle. Dennoch unterscheidet man zwischen Einfach- und Mehrfachzucker.

Honig hat viele Einfachzucker

Den größten Teil des Honigs bilden die sogenannten Einfachzucker. Ganz grob gesagt, sind es um die 72 Prozent, die davon im Honig vorkommen. Man kennt diese beispielsweise auch unter den Namen Maltose, Fructose, Glucose oder auch Melezitose. Einfachzucker haben den Vorteil, dass diese vom Körper schneller aufgenommen werden können. Denn Einfachzucker müssen vom Körper nicht erst aufgespalten werden. Die Energie, die diese liefern wird somit schneller, aber sanft dem Körper zur Verfügung gestellt. Daher sind diese eigentlich ideal für Sportler oder Menschen mit einer körperlich anspruchsvollen Arbeit.
Der Unterschied zum Haushaltszucker

Den Zucker, den wir alle kennen wird zum großen Teil aus Zuckerrüben gewonnen. Wer schon einmal in der Karibik unterwegs war oder auf Hawaii, der kennt die großen Zuckerrohrplantagen. Auch das Zuckerrohr dient als Lieferant für unseren Haushaltszucker und machte damals die Zuckerbarone reich. Bei diesen Zuckern handelt es sich um sogenannte Polysaccharide oder zu deutsch, um Mehrfachzucker. Gegenüber den Einfachzuckern aus dem Honig muss der Mehrfachzucker aus dem Haushaltszucker erst aufgespalten werden.

Kann Honig bei so viel Zucker überhaupt gesund sein?

Rund 80 Prozent des Honigs besteht aus Zucker. Das ist eine Tatsache. Darum kommt es auch hier, wie bei allem im Leben, auf das Maß an. Das bedeutet, dass Honig, der im Übermass genossen, durchaus unerwünschte oder gar negative Effekte haben kann. Die Nebenwirkungen des Industriezuckers können bei gesteigertem Honigkonsum genauso auftreten.
Dennoch sind die Inhaltsstoffe, die der Honig bietet, durchaus wertvoll. Neben den schon erwähnten Zuckern, die dem Körper schnell zur Verwertung zur Verfügung stehen, wurden im Honig über 240 weitere Inhaltsstoffe nachgewiesen.

Hat Honig heilende Wirkung?

Der Honig hat über weitere, 240 Inhaltsstoffe

Einige dieser vielen, 240 weiteren Inhaltsstoffe sind zum Beispiel Enzyme, Aminosäuren – also Eiweiße -, Säuren, Mineralstoffe und Vitamine. Diese unglaubliche Vielfalt an Inhaltsstoffen hat wohl mit der Zeit dazu geführt, dass die Menschen den Honig als Heilmittel schätzen, ohne genau erklären zu können, warum dieser nun wirkt. So wurde der Honig für vielerlei eingesetzt. Mal mit nachweisbaren Erfolg, teils erfolglos und zum Teil auch mit “Placebowirkung”.

Ist Honig antibakteriell?

Eine Aussage, die weit verbreitet ist, ist jene über die antibakterielle Wirkung von Honig. Diese Aussage kann zum einen auf den Beobachtungen im Bienenstock beruhen. Denn was bereits häufig festgestellt wurde ist, dass der Honig im Bienenstock nahezu frei von Bakterien oder Pilzen ist.
Dies lässt sich über die Inhaltsstoffe des Honigs und seine Reifung erklären. Durch bestimmte Enzyme im noch jungen Honig bilden sich geringe Mengen an Wasserstoffperoxid. Diesen kennen manche noch als Wunddesinfektionsmittel aus den großen Flaschen in den alten Apotheken. Es wurde früher dazu verwendet, um Wunden frei von Bakterien zu bekommen, um so eine gute Wundheilung zu ermöglichen.
Während der Honig weiter reift, wird diesem Wasser entzogen. Dies führt dazu, dass der Wassergehalt ab und der Zuckergehalt zu nimmt. In diesem Milieu fühlen sich Pilze oder Bakterien nicht wohl und sterben ab.
Aber nicht nur die Tatsache, dass der Honig selbst praktisch frei von Bakterien ist macht ihn so wertvoll, sondern auch die Vermutung, dass der Honig durch seine Wirkweise in der Lage ist, die Kommunikation unter den Bakterien zu stören oder zu unterbrechen. Dadurch wird deren Ausbreitung verlangsamt oder gehemmt und macht manche Bakterien anfälliger für eine konventionelle schulmedizinische Behandlung.

Honig als Hausmittel bei Halsschmerzen und Husten

Ein Hausmittel, das sicher jeder kennt, ist bei Erkältungskrankheiten und deren Symptome wie Halsschmerzen oder Husten Honig einzusetzen. Die “Anti-Husten-Wirkung” ist schon lange überliefert und auch heutzutage ist in vielen Hustenbonbons noch Honig verarbeitet.
Eine Studie aus dem Jahr 2012 und 2014 mit dem Namen “Honey for acute cough in children” veröffentlicht im ‘Cochrane Database Syst. Rev.’ zeigt, dass die Wirkung von Honig bei der Behandlung von Husten gleich effizient ist, wie der Einsatz von Dextromethorphan, einem auf das Nervensystem wirkenden Hustenblocker.
Damit scheint das alte Hausmittel auch wissenschaftlich belegt zu sein.

Honig als weiteres Heilmittel

Weiter wird Honig als Heilmittel bei unterschiedlichen Symptomen eingesetzt. Hierzu gibt es auch verschiedenste Studien, die die Wirkung des Honigs bestätigen sollen. So zum Beispiel bei Magen-Darm-Entzündungen, bei Hautkrankheiten oder bei einigen Pilzerkrankungen.

Honigbier

Einmal ein ganz anderes Thema hier auf unserem Honig-Blog, Honigbier. Die Geschichte dieses Getränks geht weit zurück in die Vergangenheit. Aber auch in der heutigen Zeit hat dieses Getränk bekannte Liebhaber.

Bier aus Honig

Für die Nation die das Reinheitsgebot erfunden hat, mag es befremdend klingen. Bier unter Zugabe von Honig gebraut.

Honigbier ein süßer Trunk?

Wer jetzt erwartet, dass das fertig gebraute Bier wegen der Zugabe des Honigs ein klebrig süßes Gesöff sei, der muss enttäuscht werden. Zwar schmeckt das Bier etwas süßer als man das eventuell von einem herben Blonden aus dem Norden gewohnt ist, aber den süßen Geschmack, den man von einer klebrigen Zuckerbrause kennt, fehlt gänzlich. Dies liegt am Brauverfahren und dem Zeitpunkt zu dem der Honig zugegeben wird. Denn der Honig kommt entweder zur Würze oder zum Jungbier dazu. Dies hat zur Folge, dass der Zucker welcher im Honig ist, im Gärvorgang mit vergoren wird. So bleibt von der Süsse des Honigs, nachdem das Bier fertig ist, nur noch wenig übrig.

Wenn das Bier trotzdem süß nach Honig schmeckt

Sollten Sie dagegen ein Honigbier getestet haben, das süss und voll nach Honig schmeckte, mag das an einem anderen Herstellungsverfahren liegen.
Denn es gibt auch eine von der oben beschriebenen alternativen Methode dem Bier den Honig zuzusetzen. Hierbei wird dem Bier der Honig jedoch erst dann zugegeben, nachdem der Gärvorgang des Biers beendet ist. Jedoch handelt es sich dann streng genommen um ein Biermischgetränk und damit um kein wirkliches Bier.

Honigbier kannten schon die Germanen

Die Germanen brauten Bier, soviel ist bekannt. Dieses wurde aus Zweikorn, auch Emmer genannt, und Gerste hergestellt. Dass dem Bier auch Honig zugesetzt wurde, fand man durch Ausgrabungen heraus. Die hierbei gefundene Trinkhörner enthielten Bier mit Honig. Dies hatte einen einfachen Grund. Dem heutigen Bier wird Hopfen zugegeben. Dies verlängert die Haltbarkeit des Getränks. Der Haken für die Germanen war, dass es den Hopfen respektive die Idee zur Verwendung des Hopfens zur Bierherstellung im Mittelalter noch nicht gab. Daher setzten die Germanen den Honig sozusagen als Konservierungsmittel für ihr Bier ein. Dies funktionierte deshalb, da der Honig Konservierungsstoffe enthält, die von den Bienen übernommen werden. Damit hatten die alten Germanen einen Weg gefunden, ihr Bier haltbar zu machen.

Honigbier in anderen Kulturkreisen

Auch in anderen Kulturkreisen gibt es Honigbier. So sind im Internet zum Beispiel viele Rezepte über traditionelles afrikanisches Honigbier zu finden. Hierbei wird meist ein Ansatz aus Honig oder Honigwaben und Wasser hergestellt. Diesem wird dann bei der Gärung je nach Rezept, Hopfen, Teile des Gesho-Strauches oder andere Dinge zugesetzt. Der Ansatz wird dann über mehrerer Tage vergoren.
Daher ähnelt das Herstellungsverfahren und damit auch das Endprodukt mehr dem Met, also dem Honigwein, als dem tatsächlichen Honigbier.

Ein Amerikanischer Präsident liebt das Honigbier

Im Jahre 2012 gabe es in den amerikanischen Medien viel Wirbel um das sogenannte “White House Honey Ale”. Der Hintergrund der Geschichte ist, dass sich der damalige Amerikanische Präsident Barack Obama in die Küche des Weißen Hauses eine kleine Bierbrauanlage hat einbauen lassen. Der Favorit des Präsidenten kristallisierte sich schnell als Honigbier heraus. Tagelang wurde die Neugier geschürt, bis die Öffentlichkeit dann das Rezept für des Präsidenten liebstes Bier erhielt.

Quelle: Wikipedia.org – Official recipe as described.
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Honigbier hier in Deutschland

Auch hier in Deutschland findet man Honigbier. Kleine Brauereien bieten Honigbier als sogenanntes Craft Beer an. Craft Beer entstammt einer Bewegung, die in den USA begonnen hat. Seit den 1970er Jahren produzieren Hobbybrauer kleinere Mengen an handwerklich ausgereiften Biersorten. Daher auch der Name Craft Beer, welcher an den englischen Begriff to craft, also handwerklich Arbeiten zurück geht.

Abnehmen mit Honig

Honig als Fettburner

Es klingt paradox, dass ein süsses Lebensmittel beim Abnehmen helfen soll. Aber im Internet kursieren zur Zeit Rezepte, in denen Honig in Kombination mit einem Gewürz als Fettburner wirken soll.

In den entsprechenden Foren und Magazinen im Internet wird angepriesen, dass man mit dem Mischgetränk aus Honig, ohne körperliche Anstrengung Gewicht verlieren könne. Das Geheimnis liege demnach in der Kombination aus Honig und Zimt.

Honig mit Zimt für die Fettverbrennung

Die Verknüpfung von Honig und Zimt soll die Wunderwaffe zum schmelzen der Pfunde sein. Die Mischung der beiden Lebensmittel soll den Stoffwechsel anregen.
Was bereits vor 3000 Jahren in China als Heilpflanze verwendet wurde. Neue Erkenntnisse die auf verschiedenen Sport-, Fitness- und Gesundheitsseiten verbreitet werden, weisen auf die angeblich positive Wirkung von Zimt auf den Blutzuckerspiegel hin.

Zimt soll den Blutzuckerspiegel senken

Zimt soll den Blutzuckerspiegel regulieren, denn es enthält wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. Somit soll Zimt indirekt auch auf den Insulinspiegel einwirken. Man erhofft sich, dass bei einem regelmäßigen Konsum von Zimt somit die Fettpölsterchen dahinschmelzen.
Ein weiterer positiver Effekt ist, dass durch einen gleichbleibenden Blutzuckerspiegel die gefürchteten Heißhungerattacken ausbleiben. Damit hätte Zimt noch einen weiteren Vorteil, nämlich dass damit der Appetit gezügelt werden kann.
Im übrigen sollen durch Zimt, auch schon in geringen Mengen, die Blutfettwerte gesenkt werden.

Wer abnehmen möchte, sollte Honig essen

Für viele kaum zu glauben, dass wenn man abnehmen möchte, empfohlen wird, Honig zu essen. Dies ist aber leicht erklärt. Honig hat gegenüber dem normalen Haushaltszucker einen Vorteil. Honig beinhaltet ungefähr zur Hälfte Fruchtzucker. Die Verdauung von Fruchtzucker läuft in unserem Körper wesentlich langsamer ab, als die Verdauung des üblichen Haushaltszuckers. Dies hat zur Folge, dass der Körper wesentlich länger das Gefühl hat, satt zu sein.
Darüber hinaus hat der Honig viele wichtige Nährstoffe, die sich positiv auf unseren Körper auswirken. So kann der Honig zum Beispiel stressreduzierend wirken oder einen wichtigen Beitrag zur Schlafregulierung leisten. Honig enthält unter anderem Aminosäuren, Vitamine und Mineralsalze.

Weitere positive Eigenschaften dieser Kombi

Neben den positiven Eigenschaften auf das Schmelzen der Fettpölsterchen soll diese Mixtur sich generell positiv auf die Abwehrkräfte auswirken und darüber hinaus auch noch die Libido erhöhen.

Wie wird der Drink aus Honig und Zimt zubereitet?

Die Zubereitung ist recht einfach. Sie benötigen lediglich drei Zutaten. Honig, Zimt und kochendes Wasser.
Geben Sie einen Teelöffel Zimt in einen Becher (250 ml) und übergießen Sie diesen mit kochendem Wasser. Lassen Sie das ganze etwas abkühlen und geben dann zwei Teelöffel Honig hinzu.

Der Honig sollte nicht zu sehr erhitzt werden

Wichtig ist, dass Sie den Honig nicht in das zu heiße Wasser geben. Denn manche wertvollen Inhaltsstoffe reagieren empfindlich auf Hitze und könnten zerstört werden. Der richtige Zeitpunkt dürfte dann erreicht sein, wenn das Ganze auf Trinktemperatur abgekühlt ist.

Honig und Zimt, die perfekte Kombination um die Pfunde schmelzen zu lassen.

Wie sollten Sie den Drink einnehmen

Da sich das Getränk positiv auf den Stoffwechsel auswirken soll, werden zwei Trinkempfehlungen ausgesprochen. Zum einen wird empfohlen eine Tasse vor dem Frühstück zu sich zu nehmen. Dies soll den Stoffwechsel für den Tag in Schwung bringen.
Eine zweite Tasse sollte dann vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Denn oft wird unterschätzt, dass wichtige Prozesse im Körper auch in der Nacht, während wir schlafen ablaufen.

Ist Zimt gefährlich?

Vielen steckt noch die Angst in den Knochen, dass Zimt gefährlich sei. Denn im Jahr 2006 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davor gewarnt, dass wer viel Zimt zu sich nehme, sich zu stark mit Cumarin belasten würde.
Cumarin ist ein natürlicher Bestandteil des Zimts. Und dieses Cumarin war auch der Stein des Anstosses. Wissenschaftler hatten festgestellt, dass bei Patienten die cumarinhaltige Medizin einnahmen sich bei sechs bis acht Prozent eine Schädigung der Leber zeigte, die in seltenen Fällen sogar bis zum Leberversagen führte.
Mittlerweile gibt es weitere, kleine Studien die Tendenzen dafür zeigen, dass wohl Patienten mit Vorerkrankungen der Leber stark auf das Cumarin reagieren. Beim Absetzen der Medikamente, gingen die Beschwerden jedoch wieder zurück.
Das Bundesamt wollte damals mit seiner Warnung wohl auf Nummer sicher gehen.

Ist Zimt gleich Zimt?

In der Regel werden zwischen zwei Arten von Zimt unterschieden. Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.
Der Anteil von Cumarin im Cassia-Zimt liegt im Durchschnitt bei 3000 Milligramm je Kilogramm. Beim Ceylon-Zimt sind es dagegen nur acht Milligramm je Kilogramm. Ein deutlicher Unterschied.
Wer sich also dafür entscheidet, regelmäßig Zimt zu konsumieren, sollte auch auf die richtige Sorte zurückgreifen. Im übrigen empfiehlt es sich, wie bei jeder Ernährungsumstellung, diese mit dem Hausarzt abzusprechen.

Abnehmen im Schlaf

Trotz aller positiven Eigenschaften von der Honig- und Zimt-Kombination, empfehlen Ernährungs- und Fitnessexperten sich regelmässig zu bewegen. Denn eine gesunde Ernährung kann einen Gewichtsverlust nur unterstützen. Wunder wie ein Abnehmen im Schlaf darf man ohne das entsprechende Trainingsprogramm nicht erwarten.

Roter Honig

Honig der high macht

Als Imker bekommt man von Zeit zu Zeit auch die Frage nach ganz speziellen Honigsorten gestellt. Denn es ranken sich viele Mythen um den roten Honig aus fernen Ländern der mit speziellen Wirkungen in Verbindung gebracht wird. Einer von diesen “speziellen” Sorten soll der Honig aus Nepal oder noch spezieller, dem Himalaya sein, dem eine psychedelische Wirkung nachgesagt wird.

Honig aus Nepal

In Nepal, dem am höchstgelegenen Land der Erde, wird ein ganz besonderer Honig geerntet. 40 % des Landes liegen über 3.000 Meter. Da kann man es sich hierzulande schwer vorstellen, dass auch in diesen hohen Regionen des Bergmassivs des Himalayas Bienen leben. Es handelt sich hierbei um Wildbienen, die sogenannten Kliffhonigbienen oder auch Himalaya-Klippen-Bienen. Dieses sind die größten Bienen der Welt. Sie sind knapp 3 cm. lang und bauen ihre Bienenstöcke an die steilen Felswänden des Massivs.

Allein die Herkunft des Honigs macht diesen besonders. Denn das Sammeln dieses seltenen Honigs birgt gewisse Gefahren in sich. Nicht nur, dass die Wildbienen ihren Stock und den Honig verteidigen auch der Sammler schwebt im wahrsten Sinn des Wortes in Lebensgefahr. An Strickleitern hangeln diese sich die Klippen hinab um an den Honig zu gelangen und diesen aus den Felswänden zu schneiden. Stürzt ein Kletterer ab, endet dies meist tödlich.

Macht der Rhododendron-Nektar high?

Die Pflanzenwelt in Nepal ist einzigartig. Unter anderem wächst dort in freier Natur auch der Rhododendron. Dieser soll dafür verantwortlich sein, dass der aus seinem Nektar gewonnene Honig ”high” machenden Eigenschaften besitzt. Denn die im Rhododendron-Nektar enthaltenen Giftstoffe sollen eine psychedelische Wirkung entfalten.
Die Wirkung soll sich irgendwo zwischen LSD und Ayahuasca bewegen. LSD, das Lysergsäurediethylamid, ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene. Ayahuasca ist ein psychodelisch wirkender Pflanzensud, der von verschiedenen Amazonas-Ethnien bei zeremoniellen Ritualen Verwendung findet.

Grayanotoxin, nicht nur halluzinogen, sondern auch gefährlich

Grayanotoxine sind Neurotoxine, welche von diversen Pflanzen produziert werden. In ihrer Wirkung aktivieren sie Natriumionenkanäle im Körper. Schon lange bekannt ist die Wirkung im Honig, der aus dem Nektar des Rhododendron ponticum gewonnen wird.
Die Vergiftungen mit dieser Substanz gehen mit Übelkeit, Schwindel, Schwäche und niedrigem Blutdruck einher.
Ist die Dosierung zu hoch, können lebensbedrohliche Vergiftungen hervorgerufen werden. Daher ist er nicht nur halluzinogen, sondern auch gefährlich.

Psychedelischer Honig. Keine Erfindung unsere Zeit, sondern schon seit mehr als zweitausend Jahren bekannt.

Pontischer Honig

Dass der Honig aus dem Rhododendron high machen kann, ist schon lange bekannt. Bereits um 400 vor Christus sollen Griechen bei der Rückkehr aus der Schwarzmeerregion Honig mit psychedelischer Wirkung gegessen haben.
Die Schwarzmeerregion wird auch als Pontische Region (zum Schwarzen Meer gehörig) bezeichnet. Daher ist dieser Honig auch als Pontischer Honig bekannt. Andere Bezeichnungen sind auch Tollhonig, Giftiger Honig oder Türkischer Wildhonig.

Pontischer Honig als Aphrodisiakum

Pontischer Honig wird in manchen Kreisen als Aphrodisiakum angesehen, weshalb er – abgesehen von der psychedelischen Wirkung – noch heute gegessen wird.
In der medizinischen Literatur ist hierzu ein seltener, aber kurioser Fall beschrieben, bei dem wegen des Verzehrs von Pontischem Honig statt der Nebenwirkung des Honigs, ein Herzinfarkt diagnostiziert wurde und der Patient falsch behandelt wurde.

Noch mehr giftiger Honig

Giftiger Honig wird aus weiteren Teilen der Welt beschrieben. Lorbeerrosen aus Nordamerika sollen in seltenen Fällen giftigen Honig geliefert haben. Ebenso der Honig der Tutapflanze aus Neuseeland.
Auch in Deutschland gibt es ab und zu Berichte zu giftigem Honig. So soll zum Beispiel das Jakobskreuzkraut in Verdacht stehen, über den Honig giftig zu wirken.
Der Wirkstoff, der im Jakobskreuzkraut giftig wirkt sind die Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA. Diese wirken in großen Mengen tödlich auf Rinder oder Pferde.

PAs im Honig im Landkreis Karlsruhe

Dennoch müssen wir uns in der Region Karlsruhe und speziell hier in der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten keine allzu grossen Sorgen machen. Denn größere Vorkommen an Jakobskreuzkraut gibt es hier nicht. Weiterhin äußern sich Honigexperten dahingehend, dass die Honigbiene das Jakobkreuzkraut nicht anfliegen würde, wenn in der näheren Umgebung der Bienenstöcke genügend anderer Nektar zur Verfügung stehen würde.
In der Literatur konnte ich keinen beschriebenen Fall für eine Vergiftung eines Menschen mit einen durch Jakobskreuzkraut vergifteten Honig finden. Auch weitere Berichte über andere toxische Pflanzen, welche durch unsere heimische Honigbiene angeflogen werden, ließen sich nicht finden.

Daher mein Tipp, kaufen Sie Ihren Honig in der Heimat, bei Ihrem regionalen Imker!