Ernährung

Kochen mit Honig

Kochen mit Honig – eine Königsdisziplin

Kochen mit Honig könnte man schon fast als eine Königsdisziplin bezeichnen. Denn Honig ist nicht gleich Honig. Deutscher Bienenhonig kann so vielfältig im Geschmack sein. (Lesen Sie hierzu auch den Beitrag “Woher kommt die Farbe des Honigs?”).

 

Je nach Jahreszeit schmeckt der Honig unterschiedlich

Honig schmeckt unterschiedlich je nach Jahreszeit. Eine Frühtracht zum Beispiel, also der erste Honig des Jahres, schmeckt anders als eine Sommer- oder Spättracht. Das rührt daher, dass zu den unterschiedlichen Jahreszeiten, unterschiedliche Pflanzen blühen. Deren Nektar, den die Bienen sammeln, unterscheidet sich im Geschmack, je nach Pflanze. Denn die Pflanze ist fast voll für den Geschmack des Honigs verantwortlich. So reicht das Spektrum vom milden Blütenhonig aus Obstblüten oder der Akazie bis zum kräftigen Wald-, Kastanien- oder Sonnenblumenhonig.

 

Die Natur ist nicht jedes Jahr gleich

Auch die Natur wäre nicht die Natur, wenn Sie jedes Jahr gleich wäre. So wie ein Apfel in einem jeden Jahr ein wenig anders schmeckt, wenn er zum Beispiel einmal viel oder wenig Sonne abbekommt, so schmeckt auch ein Honig in einem jeden neuen Jahr anders. Das ist auch einer der Vorzüge, den Kunden von regionalen Imkern zu schätzen wissen. Dort gibt es keinen Honig der darauf angelegt ist, immer gleich zu schmecken. Das ist die Aufgabe des Supermarkthonigs. Der Imkerhonig soll jedes Jahr anders schmecken. Man soll die Vielfalt der Natur erleben können.

 

Die Raffinesse des Honigs in der Küche

Honig ist ein sehr vielseitiges Lebensmittel. Das Einsatzgebiet in der Küche reicht von bodenständigen Gerichten bis zur sehr feinen Gourmetküche. Egal ob es sich um ein BBQ im Sommer handelt, bei dem das Fleisch mit Honig mariniert wird oder eine Grillsoße die mit Honig zubereitet ist. Egal ob bei der Hokkaido-Kürbissuppe, in der Vinaigrette zum Salat – hervorragend bei Rohkostsalaten -, oder die Buttermöhrchen als Beilage, der Honig ist oft eine wichtige Zutat dieser Gerichte. Aber auch zu Fleisch, Geflügel oder Fisch passt Honig.
Beim Frühstück schmeckt der Honig nicht nur als leckerer Brotaufstrich in purer Form, sondern verleiht auch dem Müsli einen feinen Geschmack.

Kochen mit Honig – eine Königsdisziplin

Welche Honigsorten eignen sich?

Welche Honigsorte sich zu welchem Gericht eignet, hängt sehr stark von den sonstigen Produkten ab, die verwendet werden. Ein Honig, der bei uns in der Gegend um Linkenheim-Hochstetten sehr stark vertreten ist, ist die Scheinakazie, die sogenannte Robinie. Robinienhonig, – oft fälschlicherweise als Akazienhonig bezeichnet – hat einen angenehmen, süßen Geschmack, ist aber dabei sehr mild.
Eine weitere Honigsorte, die nicht aufdringlich schmeckt, dafür dennoch eine fein cremige Konsistenz hat, ist die des Rapses. Rapshonig unterstützt mit seiner zarten Süße die Gerichte ohne dabei zu sehr in Vorschein zu treten und die anderen Produkte geschmacklich zu überdecken.
Soll der Honig deutlicher in den Vorschein treten, empfiehlt sich ein Vielblütenhonig. Dieser ist kräftiger im Geschmack als der Raps- oder Akazienhonig, jedoch ohne allzu aufdringlich zu wirken.

 

Honigsorten mit starkem Aroma

Zu den Honigsorten mit starkem Aroma zählen bei uns, speziell hier bei meiner Imkerei in Hochstetten, hauptsächlich die Linde, die dann im Honig der Spät- oder Sommertracht beinhaltet ist. Der Lindennektar kann ein stark ausgeprägtes Aroma haben. Dies ist nicht von Nachteil, aber man sollte prüfen, ob der Geschmack zum Gericht passt, damit der Honig nicht zu intensiv in den Vordergrund tritt.
Ein ebenfalls sehr intensiv schmeckender Honig ist der, der Kastanie. Der ist oft bei Imkern aus der südlichen Pfalz oder von Wanderimkern in Reinform zu haben. Bei unserer Imkerei ist er oft als Beimischung – auch Beitracht genannt – enthalten. Löwenzahnhonig, der bei uns selten als Reinhonig zu erhalten ist, schmeckt auch kräftig. Weitere intensive Sorten sind der Heidehonig aus dem Norden der Republik, oder Sorten wie zum Beispiel Lavendelhonig aus der Südpfalz oder Frankreich.
Da es jedoch beim Essen, wie sonst nirgendwo auf den Geschmack ankommt, muss hier jeder seine Lieblingssorte finden. Der Kombination sind dann fast keine Grenzen gesetzt.

 

Worauf sollte ich beim Arbeiten mit Honig achten?

Damit der Honig seinen ursprünglichen Geschmack behält, sollte er stets im verschlossenen Glas aufbewahrt werden. Denn der Honig ist hydrophob, das heißt, er zieht das Wasser an. Ist der Honig nicht richtig verschlossen, kann es sein, dass sich auf den Honig ein wässrige Schicht bildet, die dazu führen kann, dass der Honig im Geschmack beeinträchtigt wird oder im schlimmsten Fall verunreinigt wird oder gar gärt.
Was auf der einen Seite ein Nachteil ist, ist auf der anderen Seite ein Vorteil. Denn durch diese Eigenschaft lässt sich Honig sehr gut mit anderen Flüssigkeiten mischen. Egal ob dies Wasser oder Alkohol ist, aber auch mit Butter oder Eiern lässt sich Honig sehr gut vermixen.
Der Honig kann sein Aroma am besten entfalten, wenn er warm ist. Direkt aus dem Kühlschrank fehlt viel an der breiten Geschmackspalette des Honigs. Wer jedoch die wichtigen Inhaltsstoffe des Honigs erhalten möchte, sollte diesen nicht über 38°C erhitzen.

 

Marinaden aus Honig

Gerade zur Grillzeit sind Marinaden mit Honig sehr beliebt. Wer damit arbeitet sollte darauf achten, dass es sein kann, dass der Honig sehr schnell karamelisiert, und danach verbrennt oder zumindest einen bitteren Geschmack abgeben kann. Dies hängt natürlich sehr stark von der Hitze und der Länge der Brat- oder Grillzeit ab. Soll speziell der süße und aromatische Geschmack des Honigs auf dem Gericht zum Vorschein treten, empfiehlt es sich, den Honig erst gegen Ende zuzugeben und zum Beispiel das Grillgut noch einmal am Ende mit der Honigmarinade zu bestreichen.

 

Honig in Getränken

Honig kann man nicht nur aufs Brot schmieren oder zum kochen verwenden, nein auch in Getränken schmeckt Honig gut!
Kommt der Honig in warme Getränke sollte ich darauf achten, dass diese nicht zu heiss sind. Zwar kann der Honig kurzzeitig etwas Temperatur aushalten, ist diese aber zu heiss oder ist der Honig zu lange einer warmen Temperatur ausgesetzt, gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren.
Es empfiehlt sich daher, warme Getränke erst auf eine angenehme Trinktemperatur herunterkühlen zu lassen. Erst dann gibt man den Honig hinzu. Dann sollte das Getränk auch ohne längere Standzeit getrunken werden.

Da die Vielfalt unter den Honigsorten so groß ist, ist auch das Anwendungsspektrum groß. Bei Frucht-, Gemüse- oder Milchmixgetränken kann durch Honig der Geschmack gesteigert werden. Der Honig wirkt dabei als natürlicher Geschmacksverstärker.

In der kalten Jahreszeit kennt man den Grog, ein Getränk mit heißem Wasser und Rum. Diesem kann man durch die Zugabe einer kleinen Menge an Honig – zum Beispiel Waldhonig – eine interessante Note verleihen. Oder haben Sie schon einmal Glühwein statt mit Kandis mit Honig probiert? Eine leckere Alternative!

Wer gerne Tee trinkt und hierbei auf die vielfach künstlich aromatisierten Tees verzichten möchte, kann als natürliche Alternative aus dem Aromaspektrum der Honigwelt zurückgreifen und kleine Mengen von seinem Lieblingshonig dem Tee zufügen.

Zu guter letzt noch ein Geheimtipp. Diesen, für alle die gerne etwas mehr Umdrehungen in ihrem Getränk haben. Es gibt auch ein sehr wohlschmeckendes Honigbier. Lesen Sie hier in meinem Beitrag alles über “Honigbier“.

 

Auch zum Backen kann man Honig verwenden

Neben dem eben schon vorgestellten Anwendungsbereich kann man Honig auch zum Backen verwenden. In mehreren Artikeln habe ich schon geschrieben, dass man den Honig dazu nutzen kann, um den “gewöhnlichen” Zucker zu ersetzen. Dies gilt ganz speziell für Rezepte zum Backen. Aber haben Sie gewusst, dass der Honig rund 30 Prozent süßer schmeckt als raffinierter Zucker? Dies hat zur Konsequenz, dass Sie eigentlich weniger Süßungsmittel einsetzen müssen, um den gleichen Wirkungsgrad zu erhalten.
Eine Ausnahme gibt es hierbei allerdings. Waldhonige schmecken in der Regel weniger süß als die übrigen Honigsorten. Jedoch bietet dieser Honig gerade einen sehr würzigen Geschmack, der manchen Backwaren, zum Beispiel in der Weihnachtszeit, eine besondere Note verleihen kann.

 

Weitere Verwendung von Honig in der Küche

Neben dem verfeinern von Gerichten, Getränken und zum süßen von Backwaren, findet der Honig eine weitere Anwendung in der Küche. So kann man mit Honig Nahrungsmittel wie zum Beispiel Obst haltbar machen. Der Honig dient dann sozusagen als Konservierungsmittel. Was oft durch Kristall- oder Gelierzucker erreicht wird, kann durchaus auch mit Honig erreicht werden.

Dürfen Babys Honig essen?

Obwohl Honig viele gute Eigenschaften und Inhaltsstoffe besitzt, wie ich in dem Post “Honig als Heilmittel” gezeigt habe, sollte man bei Babys und Kleinkinder im ersten Lebensjahr vorsichtig sein.

Darf ein Baby Honig essen?

Bei der Frage, ob ein Baby Honig essen darf, fällt mir eine Redewendung ein, die sagt, dass das Gegenteil von gut nicht schlecht sei, sondern lediglich gut gemeint. Und wie in jeder Redewendung steckt auch hier ein Fünkchen Wahrheit drin.
Gerade junge Eltern wollen für ihren neuen Familienzuwachs nur das Beste. Doch manchmal stellen sich dann Herausforderungen, bei deren Bewältigung, die Hilfe anderer gesucht wird. Und hierbei werden unter Umständen dann Ratschläge in guter Absicht weitergegeben, die zwar für den Moment helfen, sich aber auf andere Art und Weise – zum Teil erst später – negativ auswirken können. So sind zum Beispiel zwei der bekannten Ratschläge den Tee für Kinder mit Honig zu süßen oder sollte das Baby nicht aus der Brust trinken wollen, die Nippel mit Honig einzuschmieren. In der Praxis mag das ganz gut funktionieren und ein Erfolg ist sofort messbar. Durch die Süße des Honigs schmeckt der Tee besser und unter Umständen wird auch die Brust für das Baby interessanter. Dennoch ist davon abzuraten.

 

Darum sollten Babys keinen Honig essen

Auf den ersten Blick denken viele jetzt sicher an das Problem von Karies bei Kleinkindern. Obwohl jedes Baby schon vor der Geburt Milchzähne hat, die im Kieferknochen angelegt sind, ist dies nur ein wichtiges, aber sekundäres Problem. Die Milchzähne schieben sich in der Regel ab dem 8. Monat nach und nach aus dem Kiefer hervor.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass dann bis zu diesem Zeitpunkt der Konsum von Honig unschädlich sei. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Denn das weitaus größere Problem ist nicht dies der Karies, sondern die einer lähmenden Vergiftung der Babys.

 

Clostridium Botulinum, ein lähmendes Gift

Honig ist in der Regel frei von Bakterien und anderen Keimen (Link zum Artikel “Honig als Heilmittel”). Dies gilt jedoch nur für den Honig, vor seiner Verarbeitung, also den Honig der noch im Stock ist. Danach können Bakterien aus der Umwelt in den Honig gelangen. Wenn dies passiert, dann häufig bei dessen Verarbeitung.
Während erwachsene Menschen in der Regel keine Probleme mit kleinen Verunreinigungen haben, kann des bei Babys und Kleinkinder zu Komplikationen kommen. Gefährlich kann der Erreger Clostridium botulinum sein. Dies ist ein Bakterium, dass dann eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen kann. In anderer Form ist der Botulismus häufiger bekannt. In früheren Zeiten, als die Menschen noch selbst Konserven hergestellt haben, zum Beispiel bei der Hausschlachtung, kam es ab und zu vor, dass sich eine Dose aufblähte. Dies kann ein Anzeichen sein, dass sich darin das Bakterium befindet und ein Gift gebildet hat. Früher wusste daher jeder, dass man von solchen Konserven die Finger lassen sollte.
Weniger bekannt dagegen ist der durch diese Bakterien im Honig ausgelöste Säuglingsbotulismus.

 

Säuglingsbotulismus – selbst geringe Mengen sind gefährlich

Bei sogenannten Säuglingsbotulismus verunreinigen Umweltbakterien den Honig. Diese bilden im Honig dann ein Toxin, also ein Gift, welche für den erwachsenen Menschen üblicherweise unschädlich ist, da es in solch geringen Mengen vorkommt. Jedoch bei Babys und kleinen Kindern unter einem Jahr kann das Bakterium schon in geringen Mengen eine paralyse, also eine Lähmung des Darms hervorrufen. Dies Lähmung kann dazu führen, dass der Darm nicht mehr richtig arbeiten und den Kot abtransportieren kann, was dazu führt, dass das Baby eine Verstopfung bekommt. Dadurch, dass sich nun der Kot staut, können sich die Bakterien im Darm sehr schnell vermehren. Das durch die Bakterien produzierte Gift kann dann in das Blut übergehen und sich so im ganzen Körper verteilen.

Dürfen Babies Honig essen?

Was genau macht das Gift Botulinustoxin?

Das Gift wird Botulinustoxin, oder kurz auch Botox genannt. Wer jetzt beim Thema Botox an die Schönheitsoperationen denkt, liegt richtig. In der Schönheitsmedizin wird Botox angewendet, um zum Beispiel ein paar Fältchen zu straffen. Dies funktioniert dadurch, dass das Gift, welches an die Falten gespritzt wird, die Muskeln lähmt oder zumindest aber entspannt. Durch die Lähmung der für die Faltenbildung zuständigen Muskeln strafft sich die Haut wieder.
Was für die Falten ein gewollter Effekt ist, wirkt sich sehr schnell und sehr schlimm aus, wenn das Gift in größeren Mengen in den Blutkreislauf kommt. Dann nämlich kann es zu einer ungewollten Lähmung von Muskeln kommen. Hiervon können dann alle Muskeln betroffen sein. Egal ob bei den Muskeln, die für die Motorik, also die Arme oder Beine, die Mimik, also die Muskeln im Gesicht bis hin zu den Muskeln, die für das Schlucken oder die Atmung zuständig sind, können Lähmungserscheinungen auftreten.
Da Babys sich nicht artikulieren können, ist dies dann besonders gefährlich.

 

Warum kommt eine Botox-Vergiftung durch Honig nur bei Säuglingen vor?

Eine Vergiftung von Säuglingen durch Botox im Honig ist erfreulicherweise sehr selten. Dennoch ist die Frage berechtigt, warum dies hauptsächlich nur Säuglinge betrifft?
Es hat sich gezeigt, dass hauptsächlich Kinder in der ersten Hälfte des ersten Lebensjahres besonders auf das Bakterium reagieren. In diesem Zeitraum ist der Darm der Babys noch relativ ungeschützt und es fällt dem Keim leicht, sich dort anzusiedeln. Warum das bei älteren Kindern und Erwachsenen nicht mehr der Fall ist, konnte nach meinem Kenntnisstand noch nicht vollständig geklärt werden. Es wird aber vermutet, dass die Entwicklung des Darmes dann soweit fortgeschritten ist, dass bei einem gesunden Menschen der Darm sich gegen die Einnistung des Bakteriums sehr gut wehren kann.

 

Ist der Imker schuld an der Verunreinigung?

Die Bakterien, die die Vergiftung auslösen, kommen in der Regel durch eine natürliche Verunreinigung in den Honig. Die Quellen hierfür sind vielfältig. Auch wenn der Honig aufgrund seines Milieus, eigentlich eine “sterile” Umgebung darstellt, können dennoch einzelne Bestandteile verunreinigt sein. So zum Beispiel die Pollen, die sich im Honig befinden. Auch kann die Biene selbst das Bakterium in sich tragen, ohne dass dies auffällt. Ebenso kann der Erreger über die Luft, den Nektar den die Biene sammelt oder über die Erde in den Honig gelangen.
Selbst bei sorgfältiger Arbeit des Imkers kann dies nicht in Gänze verhindert werden.
Beim erwachsenen Menschen ist die Darmflora jedoch soweit entwickelt, dass es in der Regel zu keinerlei Beschwerden kommt. Anders beim Baby, dessen Darmflora sich erst entwickeln muss.

 

Ab wann können Kinder Honig essen

Häufig bekommt man daher als Imker die Frage gestellt, ab wann Kinder Honig essen können? Aus den oben genannten Gesichtspunkten heraus, also in Bezug auf das Botox-Bakterium geht die Literatur davon aus, dass die große Gefahr im ersten halben Lebensjahr liegt. Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, wird empfohlen, innerhalb des ersten Lebensjahres, also innerhalb der ersten 12 Monate, komplett auf die Fütterung von Honig zu verzichten. Egal in welcher Form.

 

Honigbier

Einmal ein ganz anderes Thema hier auf unserem Honig-Blog, Honigbier. Die Geschichte dieses Getränks geht weit zurück in die Vergangenheit. Aber auch in der heutigen Zeit hat dieses Getränk bekannte Liebhaber.

Bier aus Honig

Für die Nation die das Reinheitsgebot erfunden hat, mag es befremdend klingen. Bier unter Zugabe von Honig gebraut.

Honigbier ein süßer Trunk?

Wer jetzt erwartet, dass das fertig gebraute Bier wegen der Zugabe des Honigs ein klebrig süßes Gesöff sei, der muss enttäuscht werden. Zwar schmeckt das Bier etwas süßer als man das eventuell von einem herben Blonden aus dem Norden gewohnt ist, aber den süßen Geschmack, den man von einer klebrigen Zuckerbrause kennt, fehlt gänzlich. Dies liegt am Brauverfahren und dem Zeitpunkt zu dem der Honig zugegeben wird. Denn der Honig kommt entweder zur Würze oder zum Jungbier dazu. Dies hat zur Folge, dass der Zucker welcher im Honig ist, im Gärvorgang mit vergoren wird. So bleibt von der Süsse des Honigs, nachdem das Bier fertig ist, nur noch wenig übrig.

Wenn das Bier trotzdem süß nach Honig schmeckt

Sollten Sie dagegen ein Honigbier getestet haben, das süss und voll nach Honig schmeckte, mag das an einem anderen Herstellungsverfahren liegen.
Denn es gibt auch eine von der oben beschriebenen alternativen Methode dem Bier den Honig zuzusetzen. Hierbei wird dem Bier der Honig jedoch erst dann zugegeben, nachdem der Gärvorgang des Biers beendet ist. Jedoch handelt es sich dann streng genommen um ein Biermischgetränk und damit um kein wirkliches Bier.

Honigbier kannten schon die Germanen

Die Germanen brauten Bier, soviel ist bekannt. Dieses wurde aus Zweikorn, auch Emmer genannt, und Gerste hergestellt. Dass dem Bier auch Honig zugesetzt wurde, fand man durch Ausgrabungen heraus. Die hierbei gefundene Trinkhörner enthielten Bier mit Honig. Dies hatte einen einfachen Grund. Dem heutigen Bier wird Hopfen zugegeben. Dies verlängert die Haltbarkeit des Getränks. Der Haken für die Germanen war, dass es den Hopfen respektive die Idee zur Verwendung des Hopfens zur Bierherstellung im Mittelalter noch nicht gab. Daher setzten die Germanen den Honig sozusagen als Konservierungsmittel für ihr Bier ein. Dies funktionierte deshalb, da der Honig Konservierungsstoffe enthält, die von den Bienen übernommen werden. Damit hatten die alten Germanen einen Weg gefunden, ihr Bier haltbar zu machen.

Honigbier in anderen Kulturkreisen

Auch in anderen Kulturkreisen gibt es Honigbier. So sind im Internet zum Beispiel viele Rezepte über traditionelles afrikanisches Honigbier zu finden. Hierbei wird meist ein Ansatz aus Honig oder Honigwaben und Wasser hergestellt. Diesem wird dann bei der Gärung je nach Rezept, Hopfen, Teile des Gesho-Strauches oder andere Dinge zugesetzt. Der Ansatz wird dann über mehrerer Tage vergoren.
Daher ähnelt das Herstellungsverfahren und damit auch das Endprodukt mehr dem Met, also dem Honigwein, als dem tatsächlichen Honigbier.

Ein Amerikanischer Präsident liebt das Honigbier

Im Jahre 2012 gabe es in den amerikanischen Medien viel Wirbel um das sogenannte “White House Honey Ale”. Der Hintergrund der Geschichte ist, dass sich der damalige Amerikanische Präsident Barack Obama in die Küche des Weißen Hauses eine kleine Bierbrauanlage hat einbauen lassen. Der Favorit des Präsidenten kristallisierte sich schnell als Honigbier heraus. Tagelang wurde die Neugier geschürt, bis die Öffentlichkeit dann das Rezept für des Präsidenten liebstes Bier erhielt.

Quelle: Wikipedia.org – Official recipe as described.
This image is a work of an employee of the Executive Office of the President of the United States, taken or made as part of that person’s official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain.

Honigbier hier in Deutschland

Auch hier in Deutschland findet man Honigbier. Kleine Brauereien bieten Honigbier als sogenanntes Craft Beer an. Craft Beer entstammt einer Bewegung, die in den USA begonnen hat. Seit den 1970er Jahren produzieren Hobbybrauer kleinere Mengen an handwerklich ausgereiften Biersorten. Daher auch der Name Craft Beer, welcher an den englischen Begriff to craft, also handwerklich Arbeiten zurück geht.

Abnehmen mit Honig

Honig als Fettburner

Es klingt paradox, dass ein süsses Lebensmittel beim Abnehmen helfen soll. Aber im Internet kursieren zur Zeit Rezepte, in denen Honig in Kombination mit einem Gewürz als Fettburner wirken soll.

In den entsprechenden Foren und Magazinen im Internet wird angepriesen, dass man mit dem Mischgetränk aus Honig, ohne körperliche Anstrengung Gewicht verlieren könne. Das Geheimnis liege demnach in der Kombination aus Honig und Zimt.

Honig mit Zimt für die Fettverbrennung

Die Verknüpfung von Honig und Zimt soll die Wunderwaffe zum schmelzen der Pfunde sein. Die Mischung der beiden Lebensmittel soll den Stoffwechsel anregen.
Was bereits vor 3000 Jahren in China als Heilpflanze verwendet wurde. Neue Erkenntnisse die auf verschiedenen Sport-, Fitness- und Gesundheitsseiten verbreitet werden, weisen auf die angeblich positive Wirkung von Zimt auf den Blutzuckerspiegel hin.

Zimt soll den Blutzuckerspiegel senken

Zimt soll den Blutzuckerspiegel regulieren, denn es enthält wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. Somit soll Zimt indirekt auch auf den Insulinspiegel einwirken. Man erhofft sich, dass bei einem regelmäßigen Konsum von Zimt somit die Fettpölsterchen dahinschmelzen.
Ein weiterer positiver Effekt ist, dass durch einen gleichbleibenden Blutzuckerspiegel die gefürchteten Heißhungerattacken ausbleiben. Damit hätte Zimt noch einen weiteren Vorteil, nämlich dass damit der Appetit gezügelt werden kann.
Im übrigen sollen durch Zimt, auch schon in geringen Mengen, die Blutfettwerte gesenkt werden.

Wer abnehmen möchte, sollte Honig essen

Für viele kaum zu glauben, dass wenn man abnehmen möchte, empfohlen wird, Honig zu essen. Dies ist aber leicht erklärt. Honig hat gegenüber dem normalen Haushaltszucker einen Vorteil. Honig beinhaltet ungefähr zur Hälfte Fruchtzucker. Die Verdauung von Fruchtzucker läuft in unserem Körper wesentlich langsamer ab, als die Verdauung des üblichen Haushaltszuckers. Dies hat zur Folge, dass der Körper wesentlich länger das Gefühl hat, satt zu sein.
Darüber hinaus hat der Honig viele wichtige Nährstoffe, die sich positiv auf unseren Körper auswirken. So kann der Honig zum Beispiel stressreduzierend wirken oder einen wichtigen Beitrag zur Schlafregulierung leisten. Honig enthält unter anderem Aminosäuren, Vitamine und Mineralsalze.

Weitere positive Eigenschaften dieser Kombi

Neben den positiven Eigenschaften auf das Schmelzen der Fettpölsterchen soll diese Mixtur sich generell positiv auf die Abwehrkräfte auswirken und darüber hinaus auch noch die Libido erhöhen.

Wie wird der Drink aus Honig und Zimt zubereitet?

Die Zubereitung ist recht einfach. Sie benötigen lediglich drei Zutaten. Honig, Zimt und kochendes Wasser.
Geben Sie einen Teelöffel Zimt in einen Becher (250 ml) und übergießen Sie diesen mit kochendem Wasser. Lassen Sie das ganze etwas abkühlen und geben dann zwei Teelöffel Honig hinzu.

Der Honig sollte nicht zu sehr erhitzt werden

Wichtig ist, dass Sie den Honig nicht in das zu heiße Wasser geben. Denn manche wertvollen Inhaltsstoffe reagieren empfindlich auf Hitze und könnten zerstört werden. Der richtige Zeitpunkt dürfte dann erreicht sein, wenn das Ganze auf Trinktemperatur abgekühlt ist.

Honig und Zimt, die perfekte Kombination um die Pfunde schmelzen zu lassen.

Wie sollten Sie den Drink einnehmen

Da sich das Getränk positiv auf den Stoffwechsel auswirken soll, werden zwei Trinkempfehlungen ausgesprochen. Zum einen wird empfohlen eine Tasse vor dem Frühstück zu sich zu nehmen. Dies soll den Stoffwechsel für den Tag in Schwung bringen.
Eine zweite Tasse sollte dann vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Denn oft wird unterschätzt, dass wichtige Prozesse im Körper auch in der Nacht, während wir schlafen ablaufen.

Ist Zimt gefährlich?

Vielen steckt noch die Angst in den Knochen, dass Zimt gefährlich sei. Denn im Jahr 2006 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davor gewarnt, dass wer viel Zimt zu sich nehme, sich zu stark mit Cumarin belasten würde.
Cumarin ist ein natürlicher Bestandteil des Zimts. Und dieses Cumarin war auch der Stein des Anstosses. Wissenschaftler hatten festgestellt, dass bei Patienten die cumarinhaltige Medizin einnahmen sich bei sechs bis acht Prozent eine Schädigung der Leber zeigte, die in seltenen Fällen sogar bis zum Leberversagen führte.
Mittlerweile gibt es weitere, kleine Studien die Tendenzen dafür zeigen, dass wohl Patienten mit Vorerkrankungen der Leber stark auf das Cumarin reagieren. Beim Absetzen der Medikamente, gingen die Beschwerden jedoch wieder zurück.
Das Bundesamt wollte damals mit seiner Warnung wohl auf Nummer sicher gehen.

Ist Zimt gleich Zimt?

In der Regel werden zwischen zwei Arten von Zimt unterschieden. Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.
Der Anteil von Cumarin im Cassia-Zimt liegt im Durchschnitt bei 3000 Milligramm je Kilogramm. Beim Ceylon-Zimt sind es dagegen nur acht Milligramm je Kilogramm. Ein deutlicher Unterschied.
Wer sich also dafür entscheidet, regelmäßig Zimt zu konsumieren, sollte auch auf die richtige Sorte zurückgreifen. Im übrigen empfiehlt es sich, wie bei jeder Ernährungsumstellung, diese mit dem Hausarzt abzusprechen.

Abnehmen im Schlaf

Trotz aller positiven Eigenschaften von der Honig- und Zimt-Kombination, empfehlen Ernährungs- und Fitnessexperten sich regelmässig zu bewegen. Denn eine gesunde Ernährung kann einen Gewichtsverlust nur unterstützen. Wunder wie ein Abnehmen im Schlaf darf man ohne das entsprechende Trainingsprogramm nicht erwarten.