Hilfe, der Honig schäumt!

In unserer Imkerei ist Honig ein reines Naturprodukt. Als solches kristallisiert der Honig bei längerer Lagerung aus. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Denn selbst in den Waben kann es vorkommen, dass der von den Bienen gesammelte Honig über den Winter in der Wabe auskristallisiert.

Auch bei uns wird Honig hart

Wenn die Bienen größere Mengen Honig einsammeln und nicht aller Honig sofort in Gläser abgefüllt wird, kommt dieser in einen Lagerbehälter. Dann passiert es, dass auch der Honig dort kristallisiert. Um ihn dennoch in Gläser abfüllen zu können wird der Honig sanft erwärmt. Dadurch wird er dünnflüssig und kann gut abgefüllt werden. Hierbei kann es passieren, dass im Honig eingeschlossene Luftbläschen und kleinste Pollenkörner aufsteigen können. Diese bilden dann auf der Oberfläche eine Schicht, die wie ein Schaum aussieht. Füllt man den Honig nun ab, kommt dieser Schaum mit in die letzten Gläser.

Der Besondere Geschmack

Zugegeben, schön aussehen, tut dieser Schaum nicht. Daher gelangen diese Gläser nicht in den Verkauf. Dennoch ist es ein besonderer Geschmack. Durch die eingeschlossenen Pollen, die nun konzentriert an die Oberfläche kommen, hat der Honig ein breites Spektrum an Aromen. Wer gerne kocht, weiß, dass man mit Essenzen (eine reduzierte Brühe oder ein konzentrierter Fond voll wasserlöslicher Aromen) eine wahre Geschmacksexplosion zaubern kann. Ähnlich ist es auch hier mit dem Honigschaum.
Darüber hinaus ist der Schaum auch nicht schädlich. Denn Pollen gelten ja generell als gesund.

Ein Glas Honig mit Honigschaum.
Ein Glas Honig mit Honigschaum. Ein echter Genuss!

Nur für Imker

Da unsere Gesellschaft dazu neigt alles perfekt und gleichförmig zu haben, passt ein Honig mit eingeschlossenem Honigschaum nicht in ein perfektes Bild. Daher gibt es bis jetzt einen solchen Honig “noch nicht” in den Verkaufsräumen und der fantastische Geschmack bleibt der Imkerfamilie vorbehalten.

Aber aufgepasst!

Nicht jeder Schaum im Honig ist der oben beschriebene Honigschaum. Aufpassen sollten Sie, wenn es sich um einen Gärschaum handelt. Dieser bildet sich dann, wenn der Wassergehalt im Honig zu hoch ist. Äußerlich zu unterscheiden sind die beiden Arten von Schaum sehr. Daher empfiehlt sich immer eine olfaktorische Prüfung. Beim Öffnen des Glases sollte dieser den typischen Honigduft aufweisen. Haben sie ein Gärgeruch in der Nase, sollten Sie vorsichtig sein.

Auf die Lagerung kommt es an

Honig ist hygroskopisch. Dies bedeutet, dass er Wasser aus der Luft anzieht. Daher sollte der Honig immer gut verschlossen sein und trocken gelagert werden.
Durch die hygroskopische Eigenschaft nimmt Honig auch sehr schnell fremde Gerüche und Geschmäcker an. Um dies zu vermeiden hilft auch hier den Honig immer gut zu verschließen!
Da Honig beziehungsweise dessen Bestandteile lichtempfindlich sind, empfiehlt sich eine dunkle Lagerung.