Daniel Schütz

Dürfen Babys Honig essen?

Obwohl Honig viele gute Eigenschaften und Inhaltsstoffe besitzt, wie ich in dem Post “Honig als Heilmittel” gezeigt habe, sollte man bei Babys und Kleinkinder im ersten Lebensjahr vorsichtig sein.

Darf ein Baby Honig essen?

Bei der Frage, ob ein Baby Honig essen darf, fällt mir eine Redewendung ein, die sagt, dass das Gegenteil von gut nicht schlecht sei, sondern lediglich gut gemeint. Und wie in jeder Redewendung steckt auch hier ein Fünkchen Wahrheit drin.
Gerade junge Eltern wollen für ihren neuen Familienzuwachs nur das Beste. Doch manchmal stellen sich dann Herausforderungen, bei deren Bewältigung, die Hilfe anderer gesucht wird. Und hierbei werden unter Umständen dann Ratschläge in guter Absicht weitergegeben, die zwar für den Moment helfen, sich aber auf andere Art und Weise – zum Teil erst später – negativ auswirken können. So sind zum Beispiel zwei der bekannten Ratschläge den Tee für Kinder mit Honig zu süßen oder sollte das Baby nicht aus der Brust trinken wollen, die Nippel mit Honig einzuschmieren. In der Praxis mag das ganz gut funktionieren und ein Erfolg ist sofort messbar. Durch die Süße des Honigs schmeckt der Tee besser und unter Umständen wird auch die Brust für das Baby interessanter. Dennoch ist davon abzuraten.

 

Darum sollten Babys keinen Honig essen

Auf den ersten Blick denken viele jetzt sicher an das Problem von Karies bei Kleinkindern. Obwohl jedes Baby schon vor der Geburt Milchzähne hat, die im Kieferknochen angelegt sind, ist dies nur ein wichtiges, aber sekundäres Problem. Die Milchzähne schieben sich in der Regel ab dem 8. Monat nach und nach aus dem Kiefer hervor.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass dann bis zu diesem Zeitpunkt der Konsum von Honig unschädlich sei. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Denn das weitaus größere Problem ist nicht dies der Karies, sondern die einer lähmenden Vergiftung der Babys.

 

Clostridium Botulinum, ein lähmendes Gift

Honig ist in der Regel frei von Bakterien und anderen Keimen (Link zum Artikel “Honig als Heilmittel”). Dies gilt jedoch nur für den Honig, vor seiner Verarbeitung, also den Honig der noch im Stock ist. Danach können Bakterien aus der Umwelt in den Honig gelangen. Wenn dies passiert, dann häufig bei dessen Verarbeitung.
Während erwachsene Menschen in der Regel keine Probleme mit kleinen Verunreinigungen haben, kann des bei Babys und Kleinkinder zu Komplikationen kommen. Gefährlich kann der Erreger Clostridium botulinum sein. Dies ist ein Bakterium, dass dann eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen kann. In anderer Form ist der Botulismus häufiger bekannt. In früheren Zeiten, als die Menschen noch selbst Konserven hergestellt haben, zum Beispiel bei der Hausschlachtung, kam es ab und zu vor, dass sich eine Dose aufblähte. Dies kann ein Anzeichen sein, dass sich darin das Bakterium befindet und ein Gift gebildet hat. Früher wusste daher jeder, dass man von solchen Konserven die Finger lassen sollte.
Weniger bekannt dagegen ist der durch diese Bakterien im Honig ausgelöste Säuglingsbotulismus.

 

Säuglingsbotulismus – selbst geringe Mengen sind gefährlich

Bei sogenannten Säuglingsbotulismus verunreinigen Umweltbakterien den Honig. Diese bilden im Honig dann ein Toxin, also ein Gift, welche für den erwachsenen Menschen üblicherweise unschädlich ist, da es in solch geringen Mengen vorkommt. Jedoch bei Babys und kleinen Kindern unter einem Jahr kann das Bakterium schon in geringen Mengen eine paralyse, also eine Lähmung des Darms hervorrufen. Dies Lähmung kann dazu führen, dass der Darm nicht mehr richtig arbeiten und den Kot abtransportieren kann, was dazu führt, dass das Baby eine Verstopfung bekommt. Dadurch, dass sich nun der Kot staut, können sich die Bakterien im Darm sehr schnell vermehren. Das durch die Bakterien produzierte Gift kann dann in das Blut übergehen und sich so im ganzen Körper verteilen.

Dürfen Babies Honig essen?

Was genau macht das Gift Botulinustoxin?

Das Gift wird Botulinustoxin, oder kurz auch Botox genannt. Wer jetzt beim Thema Botox an die Schönheitsoperationen denkt, liegt richtig. In der Schönheitsmedizin wird Botox angewendet, um zum Beispiel ein paar Fältchen zu straffen. Dies funktioniert dadurch, dass das Gift, welches an die Falten gespritzt wird, die Muskeln lähmt oder zumindest aber entspannt. Durch die Lähmung der für die Faltenbildung zuständigen Muskeln strafft sich die Haut wieder.
Was für die Falten ein gewollter Effekt ist, wirkt sich sehr schnell und sehr schlimm aus, wenn das Gift in größeren Mengen in den Blutkreislauf kommt. Dann nämlich kann es zu einer ungewollten Lähmung von Muskeln kommen. Hiervon können dann alle Muskeln betroffen sein. Egal ob bei den Muskeln, die für die Motorik, also die Arme oder Beine, die Mimik, also die Muskeln im Gesicht bis hin zu den Muskeln, die für das Schlucken oder die Atmung zuständig sind, können Lähmungserscheinungen auftreten.
Da Babys sich nicht artikulieren können, ist dies dann besonders gefährlich.

 

Warum kommt eine Botox-Vergiftung durch Honig nur bei Säuglingen vor?

Eine Vergiftung von Säuglingen durch Botox im Honig ist erfreulicherweise sehr selten. Dennoch ist die Frage berechtigt, warum dies hauptsächlich nur Säuglinge betrifft?
Es hat sich gezeigt, dass hauptsächlich Kinder in der ersten Hälfte des ersten Lebensjahres besonders auf das Bakterium reagieren. In diesem Zeitraum ist der Darm der Babys noch relativ ungeschützt und es fällt dem Keim leicht, sich dort anzusiedeln. Warum das bei älteren Kindern und Erwachsenen nicht mehr der Fall ist, konnte nach meinem Kenntnisstand noch nicht vollständig geklärt werden. Es wird aber vermutet, dass die Entwicklung des Darmes dann soweit fortgeschritten ist, dass bei einem gesunden Menschen der Darm sich gegen die Einnistung des Bakteriums sehr gut wehren kann.

 

Ist der Imker schuld an der Verunreinigung?

Die Bakterien, die die Vergiftung auslösen, kommen in der Regel durch eine natürliche Verunreinigung in den Honig. Die Quellen hierfür sind vielfältig. Auch wenn der Honig aufgrund seines Milieus, eigentlich eine “sterile” Umgebung darstellt, können dennoch einzelne Bestandteile verunreinigt sein. So zum Beispiel die Pollen, die sich im Honig befinden. Auch kann die Biene selbst das Bakterium in sich tragen, ohne dass dies auffällt. Ebenso kann der Erreger über die Luft, den Nektar den die Biene sammelt oder über die Erde in den Honig gelangen.
Selbst bei sorgfältiger Arbeit des Imkers kann dies nicht in Gänze verhindert werden.
Beim erwachsenen Menschen ist die Darmflora jedoch soweit entwickelt, dass es in der Regel zu keinerlei Beschwerden kommt. Anders beim Baby, dessen Darmflora sich erst entwickeln muss.

 

Ab wann können Kinder Honig essen

Häufig bekommt man daher als Imker die Frage gestellt, ab wann Kinder Honig essen können? Aus den oben genannten Gesichtspunkten heraus, also in Bezug auf das Botox-Bakterium geht die Literatur davon aus, dass die große Gefahr im ersten halben Lebensjahr liegt. Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, wird empfohlen, innerhalb des ersten Lebensjahres, also innerhalb der ersten 12 Monate, komplett auf die Fütterung von Honig zu verzichten. Egal in welcher Form.

 

Honig als Heilmittel

Das Honig in der Hausmedizin als Heilmittel eingesetzt wird, ist sicher kein Geheimnis. Ob dies nun zur Behandlung einer Erkältung ist, bei der empfohlen wird Tee oder eine Heisse Zitrone mit Honig zu sich zu nehmen oder aber ob Honig zur Wundheilung empfohlen wird. Aber wie sieht es eigentlich nach neuen Erkenntnissen mit der heilenden Wirkung des Honigs aus?

Hat Honig wirklich heilende Wirkung?

Eine der Fragen die man als Imker oft gestellt bekommt ist jene, ob der Honig wirklich heilende Eigenschaften hat. Stimmen die Überlieferungen aus alten Zeiten, in denen die Menschen diverse Leiden mit der Heilkraft des Honigs kuriert haben?
Im Altertum, also schon vor zehntausend Jahren, respektierten die Menschen die Biene, wegen ihres Könnens Honig zu produzieren. Denn der Honig galt als Speise der Götter. Als auserlesene Delikatesse stand er den Menschen lange Zeit als primäre Quelle zum Süssen von Speisen zur Verfügung.

Honigwasser als erster Powerdrink der Olympischen Spiele

Den Zucker, also die Kohlenhydrate die der Honig liefert, sind für den Körper leicht verwertbar. Dies bedeutet, dass unser Organismus den Honig rasch umwandeln und uns so neue Energie bereitstellen kann. Überlieferungen zufolge sollen die Teilnehmer der ersten Olympischen Spiele, also schon 776 Jahre vor Christus, Honigwasser genutzt haben, um ihre Leistungen zu verbessern. Damit dürfte der Honig, der erste Olympische Powerdrink der Geschichte gewesen sein.

Honig, alles nur Zucker?

Ein Fakt, vor dem viele Menschen Angst haben, wenn es um den Konsum von Honig geht, ist der, dass Honig zu 80 Prozent aus Zucker besteht. Aber Zucker ist nicht gleich Zucker.
Ernährungsphysiologisch sind Zucker nichts anderes als Kohlenhydrate. Als solche sind sie schon immer Teil unserer Ernährung und spielen daher eine wichtige Rolle. Dennoch unterscheidet man zwischen Einfach- und Mehrfachzucker.

Honig hat viele Einfachzucker

Den größten Teil des Honigs bilden die sogenannten Einfachzucker. Ganz grob gesagt, sind es um die 72 Prozent, die davon im Honig vorkommen. Man kennt diese beispielsweise auch unter den Namen Maltose, Fructose, Glucose oder auch Melezitose. Einfachzucker haben den Vorteil, dass diese vom Körper schneller aufgenommen werden können. Denn Einfachzucker müssen vom Körper nicht erst aufgespalten werden. Die Energie, die diese liefern wird somit schneller, aber sanft dem Körper zur Verfügung gestellt. Daher sind diese eigentlich ideal für Sportler oder Menschen mit einer körperlich anspruchsvollen Arbeit.
Der Unterschied zum Haushaltszucker

Den Zucker, den wir alle kennen wird zum großen Teil aus Zuckerrüben gewonnen. Wer schon einmal in der Karibik unterwegs war oder auf Hawaii, der kennt die großen Zuckerrohrplantagen. Auch das Zuckerrohr dient als Lieferant für unseren Haushaltszucker und machte damals die Zuckerbarone reich. Bei diesen Zuckern handelt es sich um sogenannte Polysaccharide oder zu deutsch, um Mehrfachzucker. Gegenüber den Einfachzuckern aus dem Honig muss der Mehrfachzucker aus dem Haushaltszucker erst aufgespalten werden.

Kann Honig bei so viel Zucker überhaupt gesund sein?

Rund 80 Prozent des Honigs besteht aus Zucker. Das ist eine Tatsache. Darum kommt es auch hier, wie bei allem im Leben, auf das Maß an. Das bedeutet, dass Honig, der im Übermass genossen, durchaus unerwünschte oder gar negative Effekte haben kann. Die Nebenwirkungen des Industriezuckers können bei gesteigertem Honigkonsum genauso auftreten.
Dennoch sind die Inhaltsstoffe, die der Honig bietet, durchaus wertvoll. Neben den schon erwähnten Zuckern, die dem Körper schnell zur Verwertung zur Verfügung stehen, wurden im Honig über 240 weitere Inhaltsstoffe nachgewiesen.

Hat Honig heilende Wirkung?

Der Honig hat über weitere, 240 Inhaltsstoffe

Einige dieser vielen, 240 weiteren Inhaltsstoffe sind zum Beispiel Enzyme, Aminosäuren – also Eiweiße -, Säuren, Mineralstoffe und Vitamine. Diese unglaubliche Vielfalt an Inhaltsstoffen hat wohl mit der Zeit dazu geführt, dass die Menschen den Honig als Heilmittel schätzen, ohne genau erklären zu können, warum dieser nun wirkt. So wurde der Honig für vielerlei eingesetzt. Mal mit nachweisbaren Erfolg, teils erfolglos und zum Teil auch mit “Placebowirkung”.

Ist Honig antibakteriell?

Eine Aussage, die weit verbreitet ist, ist jene über die antibakterielle Wirkung von Honig. Diese Aussage kann zum einen auf den Beobachtungen im Bienenstock beruhen. Denn was bereits häufig festgestellt wurde ist, dass der Honig im Bienenstock nahezu frei von Bakterien oder Pilzen ist.
Dies lässt sich über die Inhaltsstoffe des Honigs und seine Reifung erklären. Durch bestimmte Enzyme im noch jungen Honig bilden sich geringe Mengen an Wasserstoffperoxid. Diesen kennen manche noch als Wunddesinfektionsmittel aus den großen Flaschen in den alten Apotheken. Es wurde früher dazu verwendet, um Wunden frei von Bakterien zu bekommen, um so eine gute Wundheilung zu ermöglichen.
Während der Honig weiter reift, wird diesem Wasser entzogen. Dies führt dazu, dass der Wassergehalt ab und der Zuckergehalt zu nimmt. In diesem Milieu fühlen sich Pilze oder Bakterien nicht wohl und sterben ab.
Aber nicht nur die Tatsache, dass der Honig selbst praktisch frei von Bakterien ist macht ihn so wertvoll, sondern auch die Vermutung, dass der Honig durch seine Wirkweise in der Lage ist, die Kommunikation unter den Bakterien zu stören oder zu unterbrechen. Dadurch wird deren Ausbreitung verlangsamt oder gehemmt und macht manche Bakterien anfälliger für eine konventionelle schulmedizinische Behandlung.

Honig als Hausmittel bei Halsschmerzen und Husten

Ein Hausmittel, das sicher jeder kennt, ist bei Erkältungskrankheiten und deren Symptome wie Halsschmerzen oder Husten Honig einzusetzen. Die “Anti-Husten-Wirkung” ist schon lange überliefert und auch heutzutage ist in vielen Hustenbonbons noch Honig verarbeitet.
Eine Studie aus dem Jahr 2012 und 2014 mit dem Namen “Honey for acute cough in children” veröffentlicht im ‘Cochrane Database Syst. Rev.’ zeigt, dass die Wirkung von Honig bei der Behandlung von Husten gleich effizient ist, wie der Einsatz von Dextromethorphan, einem auf das Nervensystem wirkenden Hustenblocker.
Damit scheint das alte Hausmittel auch wissenschaftlich belegt zu sein.

Honig als weiteres Heilmittel

Weiter wird Honig als Heilmittel bei unterschiedlichen Symptomen eingesetzt. Hierzu gibt es auch verschiedenste Studien, die die Wirkung des Honigs bestätigen sollen. So zum Beispiel bei Magen-Darm-Entzündungen, bei Hautkrankheiten oder bei einigen Pilzerkrankungen.

Honigbier

Einmal ein ganz anderes Thema hier auf unserem Honig-Blog, Honigbier. Die Geschichte dieses Getränks geht weit zurück in die Vergangenheit. Aber auch in der heutigen Zeit hat dieses Getränk bekannte Liebhaber.

Bier aus Honig

Für die Nation die das Reinheitsgebot erfunden hat, mag es befremdend klingen. Bier unter Zugabe von Honig gebraut.

Honigbier ein süßer Trunk?

Wer jetzt erwartet, dass das fertig gebraute Bier wegen der Zugabe des Honigs ein klebrig süßes Gesöff sei, der muss enttäuscht werden. Zwar schmeckt das Bier etwas süßer als man das eventuell von einem herben Blonden aus dem Norden gewohnt ist, aber den süßen Geschmack, den man von einer klebrigen Zuckerbrause kennt, fehlt gänzlich. Dies liegt am Brauverfahren und dem Zeitpunkt zu dem der Honig zugegeben wird. Denn der Honig kommt entweder zur Würze oder zum Jungbier dazu. Dies hat zur Folge, dass der Zucker welcher im Honig ist, im Gärvorgang mit vergoren wird. So bleibt von der Süsse des Honigs, nachdem das Bier fertig ist, nur noch wenig übrig.

Wenn das Bier trotzdem süß nach Honig schmeckt

Sollten Sie dagegen ein Honigbier getestet haben, das süss und voll nach Honig schmeckte, mag das an einem anderen Herstellungsverfahren liegen.
Denn es gibt auch eine von der oben beschriebenen alternativen Methode dem Bier den Honig zuzusetzen. Hierbei wird dem Bier der Honig jedoch erst dann zugegeben, nachdem der Gärvorgang des Biers beendet ist. Jedoch handelt es sich dann streng genommen um ein Biermischgetränk und damit um kein wirkliches Bier.

Honigbier kannten schon die Germanen

Die Germanen brauten Bier, soviel ist bekannt. Dieses wurde aus Zweikorn, auch Emmer genannt, und Gerste hergestellt. Dass dem Bier auch Honig zugesetzt wurde, fand man durch Ausgrabungen heraus. Die hierbei gefundene Trinkhörner enthielten Bier mit Honig. Dies hatte einen einfachen Grund. Dem heutigen Bier wird Hopfen zugegeben. Dies verlängert die Haltbarkeit des Getränks. Der Haken für die Germanen war, dass es den Hopfen respektive die Idee zur Verwendung des Hopfens zur Bierherstellung im Mittelalter noch nicht gab. Daher setzten die Germanen den Honig sozusagen als Konservierungsmittel für ihr Bier ein. Dies funktionierte deshalb, da der Honig Konservierungsstoffe enthält, die von den Bienen übernommen werden. Damit hatten die alten Germanen einen Weg gefunden, ihr Bier haltbar zu machen.

Honigbier in anderen Kulturkreisen

Auch in anderen Kulturkreisen gibt es Honigbier. So sind im Internet zum Beispiel viele Rezepte über traditionelles afrikanisches Honigbier zu finden. Hierbei wird meist ein Ansatz aus Honig oder Honigwaben und Wasser hergestellt. Diesem wird dann bei der Gärung je nach Rezept, Hopfen, Teile des Gesho-Strauches oder andere Dinge zugesetzt. Der Ansatz wird dann über mehrerer Tage vergoren.
Daher ähnelt das Herstellungsverfahren und damit auch das Endprodukt mehr dem Met, also dem Honigwein, als dem tatsächlichen Honigbier.

Ein Amerikanischer Präsident liebt das Honigbier

Im Jahre 2012 gabe es in den amerikanischen Medien viel Wirbel um das sogenannte “White House Honey Ale”. Der Hintergrund der Geschichte ist, dass sich der damalige Amerikanische Präsident Barack Obama in die Küche des Weißen Hauses eine kleine Bierbrauanlage hat einbauen lassen. Der Favorit des Präsidenten kristallisierte sich schnell als Honigbier heraus. Tagelang wurde die Neugier geschürt, bis die Öffentlichkeit dann das Rezept für des Präsidenten liebstes Bier erhielt.

Quelle: Wikipedia.org – Official recipe as described.
This image is a work of an employee of the Executive Office of the President of the United States, taken or made as part of that person’s official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain.

Honigbier hier in Deutschland

Auch hier in Deutschland findet man Honigbier. Kleine Brauereien bieten Honigbier als sogenanntes Craft Beer an. Craft Beer entstammt einer Bewegung, die in den USA begonnen hat. Seit den 1970er Jahren produzieren Hobbybrauer kleinere Mengen an handwerklich ausgereiften Biersorten. Daher auch der Name Craft Beer, welcher an den englischen Begriff to craft, also handwerklich Arbeiten zurück geht.

Abnehmen mit Honig

Honig als Fettburner

Es klingt paradox, dass ein süsses Lebensmittel beim Abnehmen helfen soll. Aber im Internet kursieren zur Zeit Rezepte, in denen Honig in Kombination mit einem Gewürz als Fettburner wirken soll.

In den entsprechenden Foren und Magazinen im Internet wird angepriesen, dass man mit dem Mischgetränk aus Honig, ohne körperliche Anstrengung Gewicht verlieren könne. Das Geheimnis liege demnach in der Kombination aus Honig und Zimt.

Honig mit Zimt für die Fettverbrennung

Die Verknüpfung von Honig und Zimt soll die Wunderwaffe zum schmelzen der Pfunde sein. Die Mischung der beiden Lebensmittel soll den Stoffwechsel anregen.
Was bereits vor 3000 Jahren in China als Heilpflanze verwendet wurde. Neue Erkenntnisse die auf verschiedenen Sport-, Fitness- und Gesundheitsseiten verbreitet werden, weisen auf die angeblich positive Wirkung von Zimt auf den Blutzuckerspiegel hin.

Zimt soll den Blutzuckerspiegel senken

Zimt soll den Blutzuckerspiegel regulieren, denn es enthält wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. Somit soll Zimt indirekt auch auf den Insulinspiegel einwirken. Man erhofft sich, dass bei einem regelmäßigen Konsum von Zimt somit die Fettpölsterchen dahinschmelzen.
Ein weiterer positiver Effekt ist, dass durch einen gleichbleibenden Blutzuckerspiegel die gefürchteten Heißhungerattacken ausbleiben. Damit hätte Zimt noch einen weiteren Vorteil, nämlich dass damit der Appetit gezügelt werden kann.
Im übrigen sollen durch Zimt, auch schon in geringen Mengen, die Blutfettwerte gesenkt werden.

Wer abnehmen möchte, sollte Honig essen

Für viele kaum zu glauben, dass wenn man abnehmen möchte, empfohlen wird, Honig zu essen. Dies ist aber leicht erklärt. Honig hat gegenüber dem normalen Haushaltszucker einen Vorteil. Honig beinhaltet ungefähr zur Hälfte Fruchtzucker. Die Verdauung von Fruchtzucker läuft in unserem Körper wesentlich langsamer ab, als die Verdauung des üblichen Haushaltszuckers. Dies hat zur Folge, dass der Körper wesentlich länger das Gefühl hat, satt zu sein.
Darüber hinaus hat der Honig viele wichtige Nährstoffe, die sich positiv auf unseren Körper auswirken. So kann der Honig zum Beispiel stressreduzierend wirken oder einen wichtigen Beitrag zur Schlafregulierung leisten. Honig enthält unter anderem Aminosäuren, Vitamine und Mineralsalze.

Weitere positive Eigenschaften dieser Kombi

Neben den positiven Eigenschaften auf das Schmelzen der Fettpölsterchen soll diese Mixtur sich generell positiv auf die Abwehrkräfte auswirken und darüber hinaus auch noch die Libido erhöhen.

Wie wird der Drink aus Honig und Zimt zubereitet?

Die Zubereitung ist recht einfach. Sie benötigen lediglich drei Zutaten. Honig, Zimt und kochendes Wasser.
Geben Sie einen Teelöffel Zimt in einen Becher (250 ml) und übergießen Sie diesen mit kochendem Wasser. Lassen Sie das ganze etwas abkühlen und geben dann zwei Teelöffel Honig hinzu.

Der Honig sollte nicht zu sehr erhitzt werden

Wichtig ist, dass Sie den Honig nicht in das zu heiße Wasser geben. Denn manche wertvollen Inhaltsstoffe reagieren empfindlich auf Hitze und könnten zerstört werden. Der richtige Zeitpunkt dürfte dann erreicht sein, wenn das Ganze auf Trinktemperatur abgekühlt ist.

Honig und Zimt, die perfekte Kombination um die Pfunde schmelzen zu lassen.

Wie sollten Sie den Drink einnehmen

Da sich das Getränk positiv auf den Stoffwechsel auswirken soll, werden zwei Trinkempfehlungen ausgesprochen. Zum einen wird empfohlen eine Tasse vor dem Frühstück zu sich zu nehmen. Dies soll den Stoffwechsel für den Tag in Schwung bringen.
Eine zweite Tasse sollte dann vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Denn oft wird unterschätzt, dass wichtige Prozesse im Körper auch in der Nacht, während wir schlafen ablaufen.

Ist Zimt gefährlich?

Vielen steckt noch die Angst in den Knochen, dass Zimt gefährlich sei. Denn im Jahr 2006 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davor gewarnt, dass wer viel Zimt zu sich nehme, sich zu stark mit Cumarin belasten würde.
Cumarin ist ein natürlicher Bestandteil des Zimts. Und dieses Cumarin war auch der Stein des Anstosses. Wissenschaftler hatten festgestellt, dass bei Patienten die cumarinhaltige Medizin einnahmen sich bei sechs bis acht Prozent eine Schädigung der Leber zeigte, die in seltenen Fällen sogar bis zum Leberversagen führte.
Mittlerweile gibt es weitere, kleine Studien die Tendenzen dafür zeigen, dass wohl Patienten mit Vorerkrankungen der Leber stark auf das Cumarin reagieren. Beim Absetzen der Medikamente, gingen die Beschwerden jedoch wieder zurück.
Das Bundesamt wollte damals mit seiner Warnung wohl auf Nummer sicher gehen.

Ist Zimt gleich Zimt?

In der Regel werden zwischen zwei Arten von Zimt unterschieden. Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.
Der Anteil von Cumarin im Cassia-Zimt liegt im Durchschnitt bei 3000 Milligramm je Kilogramm. Beim Ceylon-Zimt sind es dagegen nur acht Milligramm je Kilogramm. Ein deutlicher Unterschied.
Wer sich also dafür entscheidet, regelmäßig Zimt zu konsumieren, sollte auch auf die richtige Sorte zurückgreifen. Im übrigen empfiehlt es sich, wie bei jeder Ernährungsumstellung, diese mit dem Hausarzt abzusprechen.

Abnehmen im Schlaf

Trotz aller positiven Eigenschaften von der Honig- und Zimt-Kombination, empfehlen Ernährungs- und Fitnessexperten sich regelmässig zu bewegen. Denn eine gesunde Ernährung kann einen Gewichtsverlust nur unterstützen. Wunder wie ein Abnehmen im Schlaf darf man ohne das entsprechende Trainingsprogramm nicht erwarten.

Roter Honig

Honig der high macht

Als Imker bekommt man von Zeit zu Zeit auch die Frage nach ganz speziellen Honigsorten gestellt. Denn es ranken sich viele Mythen um den roten Honig aus fernen Ländern der mit speziellen Wirkungen in Verbindung gebracht wird. Einer von diesen “speziellen” Sorten soll der Honig aus Nepal oder noch spezieller, dem Himalaya sein, dem eine psychedelische Wirkung nachgesagt wird.

Honig aus Nepal

In Nepal, dem am höchstgelegenen Land der Erde, wird ein ganz besonderer Honig geerntet. 40 % des Landes liegen über 3.000 Meter. Da kann man es sich hierzulande schwer vorstellen, dass auch in diesen hohen Regionen des Bergmassivs des Himalayas Bienen leben. Es handelt sich hierbei um Wildbienen, die sogenannten Kliffhonigbienen oder auch Himalaya-Klippen-Bienen. Dieses sind die größten Bienen der Welt. Sie sind knapp 3 cm. lang und bauen ihre Bienenstöcke an die steilen Felswänden des Massivs.

Allein die Herkunft des Honigs macht diesen besonders. Denn das Sammeln dieses seltenen Honigs birgt gewisse Gefahren in sich. Nicht nur, dass die Wildbienen ihren Stock und den Honig verteidigen auch der Sammler schwebt im wahrsten Sinn des Wortes in Lebensgefahr. An Strickleitern hangeln diese sich die Klippen hinab um an den Honig zu gelangen und diesen aus den Felswänden zu schneiden. Stürzt ein Kletterer ab, endet dies meist tödlich.

Macht der Rhododendron-Nektar high?

Die Pflanzenwelt in Nepal ist einzigartig. Unter anderem wächst dort in freier Natur auch der Rhododendron. Dieser soll dafür verantwortlich sein, dass der aus seinem Nektar gewonnene Honig ”high” machenden Eigenschaften besitzt. Denn die im Rhododendron-Nektar enthaltenen Giftstoffe sollen eine psychedelische Wirkung entfalten.
Die Wirkung soll sich irgendwo zwischen LSD und Ayahuasca bewegen. LSD, das Lysergsäurediethylamid, ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene. Ayahuasca ist ein psychodelisch wirkender Pflanzensud, der von verschiedenen Amazonas-Ethnien bei zeremoniellen Ritualen Verwendung findet.

Grayanotoxin, nicht nur halluzinogen, sondern auch gefährlich

Grayanotoxine sind Neurotoxine, welche von diversen Pflanzen produziert werden. In ihrer Wirkung aktivieren sie Natriumionenkanäle im Körper. Schon lange bekannt ist die Wirkung im Honig, der aus dem Nektar des Rhododendron ponticum gewonnen wird.
Die Vergiftungen mit dieser Substanz gehen mit Übelkeit, Schwindel, Schwäche und niedrigem Blutdruck einher.
Ist die Dosierung zu hoch, können lebensbedrohliche Vergiftungen hervorgerufen werden. Daher ist er nicht nur halluzinogen, sondern auch gefährlich.

Psychedelischer Honig. Keine Erfindung unsere Zeit, sondern schon seit mehr als zweitausend Jahren bekannt.

Pontischer Honig

Dass der Honig aus dem Rhododendron high machen kann, ist schon lange bekannt. Bereits um 400 vor Christus sollen Griechen bei der Rückkehr aus der Schwarzmeerregion Honig mit psychedelischer Wirkung gegessen haben.
Die Schwarzmeerregion wird auch als Pontische Region (zum Schwarzen Meer gehörig) bezeichnet. Daher ist dieser Honig auch als Pontischer Honig bekannt. Andere Bezeichnungen sind auch Tollhonig, Giftiger Honig oder Türkischer Wildhonig.

Pontischer Honig als Aphrodisiakum

Pontischer Honig wird in manchen Kreisen als Aphrodisiakum angesehen, weshalb er – abgesehen von der psychedelischen Wirkung – noch heute gegessen wird.
In der medizinischen Literatur ist hierzu ein seltener, aber kurioser Fall beschrieben, bei dem wegen des Verzehrs von Pontischem Honig statt der Nebenwirkung des Honigs, ein Herzinfarkt diagnostiziert wurde und der Patient falsch behandelt wurde.

Noch mehr giftiger Honig

Giftiger Honig wird aus weiteren Teilen der Welt beschrieben. Lorbeerrosen aus Nordamerika sollen in seltenen Fällen giftigen Honig geliefert haben. Ebenso der Honig der Tutapflanze aus Neuseeland.
Auch in Deutschland gibt es ab und zu Berichte zu giftigem Honig. So soll zum Beispiel das Jakobskreuzkraut in Verdacht stehen, über den Honig giftig zu wirken.
Der Wirkstoff, der im Jakobskreuzkraut giftig wirkt sind die Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA. Diese wirken in großen Mengen tödlich auf Rinder oder Pferde.

PAs im Honig im Landkreis Karlsruhe

Dennoch müssen wir uns in der Region Karlsruhe und speziell hier in der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten keine allzu grossen Sorgen machen. Denn größere Vorkommen an Jakobskreuzkraut gibt es hier nicht. Weiterhin äußern sich Honigexperten dahingehend, dass die Honigbiene das Jakobkreuzkraut nicht anfliegen würde, wenn in der näheren Umgebung der Bienenstöcke genügend anderer Nektar zur Verfügung stehen würde.
In der Literatur konnte ich keinen beschriebenen Fall für eine Vergiftung eines Menschen mit einen durch Jakobskreuzkraut vergifteten Honig finden. Auch weitere Berichte über andere toxische Pflanzen, welche durch unsere heimische Honigbiene angeflogen werden, ließen sich nicht finden.

Daher mein Tipp, kaufen Sie Ihren Honig in der Heimat, bei Ihrem regionalen Imker!

Woher kommt die Farbe des Honigs?

Die Farben des Honigs

Honig kann verschiedene Farben haben. Die Honigfarbe ist in der Regel abhängig von den Blüten die im Umkreis des Bienenstocks blühen.

Goldgelber Honig

Der bekannte goldgelbe Farbton des Honigs, kommt bei uns in Linkenheim-Hochstetten meist aus Blüten von Obstbäumen in den Gärten, von Streuobstwiesen, der Robinie, die auch Scheinakazie genannt wird und der Linde. Jede dieser Blüten bringt dem Honig einen leicht unterschiedlichen Farbton.
Der Honig der Akazie und der Obstblüten ist hellgelb, wobei Honig von der Linde hellgelbgrün sein kann.
Da der Honig ein Naturprodukt ist, und die genannten Blüten zu unterschiedlichen Zeiten blühen, variiert die Farbe des Honigs, die Konsistenz und der Geschmack. Je nachdem zu welcher Jahreszeit der Honig geerntet wurde und an welchen Blüten sich die Bienen aufgehalten haben, fällt der Honig vom regionalen Imker von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus. Dies unterscheidet den Imkerhonig von den Massenprodukten aus dem Lebensmittelhandel. Unsere Kunden schätzen die jährlichen Unterschiede und freuen sich auf die neue Ernte und das neue Geschmackserlebnis.

Weißer Honig

Der Honig kann aber auch einen weißen Farbton haben. Bei uns in der Region kommt ein solcher Honig meist aus den Blüten des Raps. Leider wurde in Linkenheim-Hochstetten die vergangenen Jahre immer weniger Raps angebaut. Für den weißen Honig muss der Imker also wandern, das bedeutet er muss seine Bienen an einen Ort bringen, an dem noch Rapsfelder vorhanden sind. In den vergangenen Jahren war dies in Stutensee oder Graben-Neudorf möglich.
In anderen Regionen gibt es große Felder mit Klee. Die Blüten des Klees geben ebenfalls einen sehr aromatischen, weißen Honig.

Dunkelgelb bis rötlicher Honig

Oft ist zu sehen, dass die Honigsorten aus dem Sommer dunkler in der Farbe werden. Vom goldgelben kann dann die Farbe vom dunkelgelben ins rötliche fallen.
Leider sind aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung Freiflächen mit Blumen sehr selten geworden. Ein sehr intensiver, dunkelgelber Honig ist zum Beispiel der der Kornblume. Weiter im Norden findet man dann einen rotgelben Heidehonig.

Brauner Honig

Den typisch braunen Honig gibt es in zwei Varianten. Einmal von der Esskastanie. Diese ist sehr stark in der Südpfalz im Pfälzer Wald vertreten. Um diesen Honig sortenrein zu gewinnen, muss der Imker seine Bienen in das Gebiet der Kastanienwälder, also in die Pfalz fahren.
Ein weiterer, dunkler Honig ist der sogenannte Waldhonig. Dieser entstammt dem Honigtau der Fichten, Kiefern, Eichen oder anderer Waldbäume. Waldhonig kann entweder sortenrein gewonnen werden, wenn der Imker seine Bienen im Wald aufstellt oder als sogenannte Beitracht bei anderen Honigsorten beigemischt sein.

Honig hat unterschiedliche Farben. Von goldgelb bis dunkelbraun.

Woher kommen die unterschiedlichen Färbungen?

Der Nektar der Pflanzen selbst ist farblos. Die Färbung des Honigs kommt durch die Pflanzen an welchen die Bienen den Nektar aufgenommen haben. Ebenso entscheidend ist der Anteil des Honigtaus im Honig.
Die typische Färbung der einzelnen Honigsorten kommt vielmehr durch die Pollen der Pflanzen. Über sie geraten die Farbstoffe hinein. Ein Vertreter dieser Farbstoffe sind zum Beispiel die Anthocyane, ein Pflanzenfarbstoff der im Zellsaft fast jeder Pflanze vorkommt. Er färbt Pflanzen oder Früchte rot, violette oder blau. Ein gelblich bis rötlicher Farbton kann zum Beispiel über Carotinoide in den Honig gelangen. So gibt es weitere Stoffe, die für die eigentliche, typische Färbung des Honigs verantwortlich sind.

Blauer und grüner Honig

Während zum Beispiel beim Lindenblütenhonig eine hellgelbgrüne Färbung normal ist, sind intensivere Färbungen bei Honig nicht normal. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Bienen statt dem Nektar der Blüten andere Substanzen finden und diese sammeln.

So produzierten zum Beispiel im Jahr 2012 Bienen um die Stadt Ribeauvillé im Elsass intensiv grünen und blauen Honig. Der vermutete Grund für die bunte Färbung des Honigs war der, dass die Bienen statt Nektar von Pflanzen zu sammeln von einer Biogasanlage angelockt wurden. Dort wurden Abfälle einer Schokoladenproduktion verwertet. Die dort vorhandene Lebensmittelfarbe wurde dann von den Bienen in den Stock zurück gebracht und färbte den Honig bunt.

Auch von anderen Ländern ist bekannt, dass es ab und zu ungewöhnliche Verfärbungen im Honig gibt.

Jeder kann etwas gegen das Insektensterben unternehmen

Winterzeit ist Bienenzeit


Die Bienen haben sich auf den Winter vorbereitet und verlassen bei der kalten Temperatur den Bienenstock nun nicht mehr.

Die Winterzeit gegen den Rückgang der Insekten nutzen

Für uns Menschen bietet die Winterzeit die Möglichkeit uns auf den nächsten Sommer vorzubereiten. Und hierbei kann jeder Hausbesitzer etwas tun um die Insekten zu unterstützen. Denn der Rückgang von Wildbienen und anderen Insekten können wir heute deutlich wahrnehmen. Die Folgen für die Natur und auch für uns Menschen können drastisch sein.

Winterzeit ist Bienenzeit. Im Winter bleiben die Bienen im Stock.

Gartenplanung ist Bienensache

Bei der Gartenplanung sollten Hausbesitzer auch an die Insekten denken. Dies ist nicht schwer. So kann zum Beispiel der Vorgarten arten- und blütenreich bepflanzt werden, statt dass dort Schotter und Nadelgehölze einziehen.

Der Landkreis Karlsruhe als gutes Beispiel

Der Landkreis Karlsruhe geht mit gutem Beispiel voran. Vor dem Landratsamtsgebäude inmitten der Stadt Karlsruhe wurde eine Bienenweide angelegt. Und es folgen weitere Maßnahmen. Das Straßenbegleitgrün wird nicht nur im Hinblick auf die Verkehrssicherheit sondern auch aus dem Blickwinkel der Ökologie angelegt und gepflegt.